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Bundesländer brauchen weniger Kredite

Archivmeldung vom 31.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die Löcher in den Länderkassen werden immer kleiner: Bis Ende September gaben die 16 Länder zwar insgesamt 4,2 Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Damit war das Defizit aber 3,7 Milliarden Euro kleiner als vor einem Jahr. Dies zeigt eine neue Übersicht des Bundesfinanzministeriums, berichtet das "Handelsblatt".

Genau die Hälfte der 16 Länder schrieb nach neun Monaten sogar schwarze Zahlen. Sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl stand der Freistaat Sachsen am besten da: Finanzminister Georg Unland (CDU) nahm binnen neun Monaten gut 1,4 Milliarden Euro mehr ein, als er ausgab.

Das entspricht einem Pro-Kopf-Überschuss von 349 Euro. Das - gemessen an der Bevölkerungszahl - zweitbeste Ergebnis wies Mecklenburg-Vorpommern aus, auf Rang drei folgte Berlin; vierter war Thüringen, erst auf Platz fünf landete Bayern. Die Zahlen dürften die Debatte über den Länderfinanzausgleich neu entfachen. Denn die vier scheinbaren Etat-Musterknaben kassieren zwei Drittel der gesamten 7,3 Milliarden Euro, die im Rahmen des Länderfinanzausgleichs umverteilt werden.

Vor allem Berlin steckte ohne dieses Geld tief in der Kreide. Auf der anderen Seite ist Bayern das einzige Geberland, das es in den ersten neun Monaten schaffte, über der Nulllinie zu bleiben. Baden-Württemberg, Hamburg und vor allem Hessen schrieben tiefrote Zahlen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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