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Biontech-Chef hält Einsatz des Impfstoffes für Fünf- bis Zwölfjährige noch in diesem Jahr für realistisch

Freigeschaltet am 13.09.2021 um 06:38 durch Sanjo Babić
Geldberg (Symbolbild)
Geldberg (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass der Impfstoff seines Unternehmens für fünf- bis elfjährige Kinder noch in diesem Jahr zum Einsatz kommen kann. "Wenn alle Daten gut aussehen und die Behörden das entsprechend so bestätigen und eine Genehmigung geben - ja, das halte ich für realistisch", sagte Sahin dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

"Wir erwarten, dass wir Daten Ende September vorliegen haben, die wir auch den Behörden in Europa und in den USA vorlegen werden", erklärte er im Hinblick auf das geplante Zulassungsverfahren des Biontech-Impfstoffes für die Fünf- bis Elfjährigen.

Sahin rief im Gespräch mit der Zeitung zu weiteren Anstrengungen in der Impfkampagne auf: "Wir dürfen nicht einfach resignieren und akzeptieren, dass wir noch keine ausreichende Impfquote haben", sagte er. Das Beste, das helfe, sei zu informieren. Es müsste weiter versucht werden, die Menschen zu überzeugen, Gespräche zu führen "und vielleicht auch den Zugang zum Impfstoff nochmal zu vereinfachen, so dass Impfungen weiter erleichtert werden", forderte der Mediziner.

Die Delta-Variante und die bislang nicht ausreichende Impfquote in Deutschland könnten nach Ansicht des Biontech-Chefs zu einem weiteren Anstieg der Inzidenzzahlen im Herbst führen: "Die Infektionsrate des Virus ist leider sehr hoch. Selbst wenn wir 70 oder 80 Prozent Geimpfte hätten, könnten wir wegen der restlichen 20 Prozent von Ungeimpften in der Bevölkerung einen Anstieg der Inzidenzen ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nicht verhindern. Wir brauchen noch eine Kombination von Maßnahmen, um die Infektionen einzudämmen - besonders in geschlossenen Räumen", sagte Sahin.

Vorläufige Studien deuteten darauf hin, dass die Delta-Variante etwa zehn- bis tausendmal mehr Viren produziere als die ursprüngliche: "Dadurch ergibt sich dann wahrscheinlich auch die höhere Infektionsrate. Diese Virusvariante ist dennoch auch für die Antikörper, die die bisherigen Impfstoffe induzieren, empfänglich", so Sahin.

Zum Thema Auffrischungsimpfungen erklärte er, es sei "sinnvoll, dass diejenigen mit einem abbauenden Immunschutz noch eine dritte Impfung bekommen. Unsere Daten wie auch erste Daten aus Israel zeigen, dass nach der dritten Impfung der Schutz auch gegen die neue Variante wieder vollständig hergestellt ist."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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