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Studie: Tariflöhne von Auszubildenden steigen deutlich

Archivmeldung vom 05.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Michael Grabscheit / pixelio.de
Bild: Michael Grabscheit / pixelio.de

Die Tariflöhne von Auszubildenden sind 2016 zum fünften Mal in Folge kräftig gestiegen: So kamen Azubis in Westdeutschland während der gesamten Ausbildungszeit laut einer Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), aus der die "Süddeutsche Zeitung" zitiert, im Durchschnitt auf 859 Euro brutto im Monat.

Das war ein Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Ostdeutschland stieg die tarifliche Vergütung sogar um 4,9 Prozent auf nun durchschnittlich 807 Euro im Monat. Bei den Verdiensten gibt es laut der Analyse jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede - je nach Beruf und Region: So konnten junge Menschen im Bauhauptgewerbe am meisten verdienen.

Ein Maurerlehrling beispielsweise kommt im Westen auf 1.042 Euro brutto im Gesamtdurchschnitt der Ausbildung. Besonders gut schneiden auch Mechatroniker, angehende Kaufleute für Versicherungen und Finanzen oder Azubis in der Medientechnologie ab. Besonders niedrig waren dagegen die Vergütungen für Floristen, Bäcker oder Maler und Lackierer.

Ganz unten stehen Schornsteinfeger: Wer diesen Beruf erlernt, kommt bundesweit im Durchschnitt auf nur 495 Euro im Monat. In einigen Ausbildungsberufen mit großem Bewerbermangel wurden die Ausbildungsvergütungen besonders stark angehoben. Für zukünftige Fachkräfte der Systemgastronomie belief sich das Plus in Ostdeutschland beispielsweise auf neun Prozent.

BIBB-Forscherin Ursula Beicht führt dies auch auf die Lage auf dem Ausbildungsmarkt zurück. In den vergangenen Jahren sei es für die Betriebe erheblich schwieriger geworden, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen, vor allem wegen der stark gesunkenen Schulabgängerzahlen und der verstärkten Neigung der Jugendlichen zum Studium. Deshalb versuchten die Arbeitgeber mit besseren Gehältern, Jugendliche wieder für eine duale Ausbildung zu gewinnen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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