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VDA-Chef Wissmann verteidigt Oettinger

Archivmeldung vom 12.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Günther Oettinger Bild: Europäische Kommission
Günther Oettinger Bild: Europäische Kommission

Die deutsche Automobilindustrie verteidigt EU-Kommissar Günther Oettinger gegen Vorwürfe, er habe auf Kosten von Klimazielen Interessen der deutschen Wirtschaft durchgesetzt: "Dass ein deutscher Kommissar auch deutsche Industrie- und Wirtschaftsthemen angeht, ist sein Job", sagte Matthias Wissmann, Präsident des Automobilindustrieverbands VDA, der "Welt". "Es würde sich in Frankreich kein Mensch darüber aufregen, wenn der französische Kommissar Themen seiner heimischen Industrie anspricht. Von Michel Barnier wird das sogar erwartet. Der Versuch, das im Fall Oettinger zu skandalisieren, ist absurd."

Der Brief, den Oettinger an VW-Chef Martin Winterkorn geschickt hat, sei "ein ganz normaler Vorgang", so Wissmann weiter. "Wir in der deutschen Industrie finden es gut, dass er deutsche Anliegen aufnimmt. Was er da vertritt, ist übrigens ein gemeinsames Thema von Unternehmen und Gewerkschaften. Es ist gut, dass in der EU-Kommission die Stimme der wirtschaftspolitischen Vernunft wieder stärker wird." Oettinger habe den Vorschlag, 95 Gramm pro Kilometer bis 2020 als Ziel auszugeben, mitgetragen. "Man kann ihm nicht vorwerfen, er habe das Klimaschutzziel verlassen, er war überhaupt nicht unsolidarisch mit Klimakommissarin Connie Hedegaard. Er hat aber darum gerungen, dass ihr Vorschlag pragmatischer wurde. Dass beispielsweise die Elektroautos überhaupt auf den CO2-Ausstoß angerechnet werden, ist auch seinem Einsatz zu verdanken."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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