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Ökonom fürchtet hohe Inflation bis 2026

Archivmeldung vom 16.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Hellsehen, Prognose, Raten, Vermuten (Symbolbild)
Hellsehen, Prognose, Raten, Vermuten (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Leipziger Ökonom und Inflationsexperte Gunther Schnabl rechnet mit anhaltend hohen Teuerungsraten in kommenden Jahren und sieht die Gründe dafür unter anderem in den Rettungsprogrammen für den Euro und Griechenland. "Die Inflation könnte noch bis zu fünf Jahre ähnlich hoch bleiben", sagte er der "Bild".

Schnabl  weiter: "Denn es ist unwahrscheinlich, dass die nächste Bundesregierung die Kraft für einen harten Sparkurs besitzt." Schnabl sagte, dass aber genau ein solcher Sparkurs nötig sei, "um die Inflation zu drücken: Ausgaben kürzen, so dass die EZB ihre Ankäufe von Staatsanleihen reduzieren kann". Ein weiterer Grund für eine anhaltend hohe Inflation seien die hohen Schulden vieler EU-Staaten.

"Um dem Inflationsdruck entgegenzuwirken, müsste die EZB die Zinsen anheben. Das ist nicht möglich, weil dann die hochverschuldeten Euro-Länder in erhebliche Finanzschwierigkeiten kommen würden", sagte der Ökonom. "Diese Wahrheit traut sich die EZB nicht auszusprechen." Die "höchste Inflation seit 28 Jahren" sei "die Quittung für eine Serie von Rettungspolitiken: die Banken-Rettung 2008/09, die Euro-Rettung, die Griechenland-Rettung sowie die Italien-Rettung und die Rettung vieler Unternehmen in der Coronakrise". Die EZB kaufe seit Jahren Staatsanleihen. Sie finanziere so "die massive Verschuldung der Euro-S taaten und bringt viel Geld in Umlauf, das die Inflation begünstigt", sagte Schnabl der "Bild".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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