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Importpreise im Oktober 2021: +21,7% gegenüber Oktober 2020

Archivmeldung vom 26.11.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Importpreise waren im Oktober 2021 um 21,7 % höher als im Oktober 2020. Eine ähnlich hohe Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im Januar 1980 im Rahmen der zweiten Ölpreiskrise gegeben (+21,8 %, gegenüber Januar 1979).

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im September 2021 bei +17,7 % gelegen, im August 2021 bei +16,5 %. Gegenüber dem Vormonat September 2021 stiegen die Importpreise im Oktober 2021 um 3,8 %.

Starker Preisanstieg nach wie vor insbesondere auf Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen

Energieeinfuhren waren im Oktober 2021 um 141,0 % teurer als im Oktober 2020. Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist insbesondere durch die stark gestiegenen Preise für Erdgas begründet. Diese lagen im Oktober 2021 fast dreimal so hoch wie im Oktober 2020 (+193,9 %). Auch die Einfuhrpreise für Erdöl und Steinkohle haben sich verdoppelt beziehungsweise verdreifacht: Erdöl war im Oktober 2021 im Vorjahresvergleich um 105,9 % teurer, importierte Steinkohle sogar um 213,2 %.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Oktober 2021 um 11,2 % höher als im Oktober 2020 und 1,2 % höher als im Vormonat September 2021. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 17,5 % über dem Stand des Vorjahres (+3,0 % gegenüber September 2021).

Höhere Preise im Vorjahresvergleich auch bei Erzen, Metallen, Kunststoffen, Düngemitteln und Stickstoffverbindungen, Holz- und Holzwaren

Die Entwicklung der Preise für importierte Vorleistungsgüter hatte ebenfalls einen sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des Gesamteinfuhrpreisindex, wenn auch deutlich weniger als die der Energiepreise. Vorleistungsgüter wurden im Oktober 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat zu 22,1 % höheren Preisen importiert. Düngemittel und Stickstoffverbindungen verteuerten sich infolge der Energiepreisentwicklung binnen Jahresfrist um 123,3 % (+25,2 % gegenüber September 2021). Gegenüber Oktober 2020 verteuerten sich außerdem vor allem Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+60,8 %), Rohaluminium (+59,6 %), Rohkupfer (+47,1 %) sowie Kunststoffe in Primärformen (+41,5 %).

Die Preise für Eisenerze lagen im Oktober 2021 um 20,9 % über denen von Oktober 2020, verbilligten sich aber im Vormonatsvergleich zum zweiten Mal nennenswert (-19,3 % gegenüber September 2021). Die Preise für gesägtes und gehobeltes Holz waren im Vorjahresvergleich 58,8 % höher, sind aber im Vormonatsvergleich erstmals seit Februar 2020 gesunken (-2,1 %).

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Oktober 2021 um 3,4 % über denen von Oktober 2020. Teurer waren unter anderem Notebooks (+9,4 %) sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile (+3,0 %). Dagegen sanken die Preise für Tablets im Vorjahresvergleich um 0,7 %.

Importierte Verbrauchsgüter waren im Oktober 2021 binnen Jahresfrist 4,0 % teurer, Gebrauchsgüter 3,7 %.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen 15,5 % über denen von Oktober 2020. Während sich insbesondere Rohkaffee (+60,8 %) und Getreide (+32,5 %) gegenüber dem Vorjahresmonat stark verteuerten, wurden lebende Schweine nach wie vor zu niedrigeren Preisen importiert (-15,9 %).

Veränderungen der Exportpreise im Oktober 2021

Der Index der Exportpreise lag im Oktober 2021 um 9,5 % über dem Stand von Oktober 2020. Eine größere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im Januar 1975 gegeben (+10,5 % gegenüber Januar 1974). Im September 2021 und im August 2021 hatte die Jahresveränderungsrate bei +8,1 % beziehungsweise bei +7,2 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat September 2021 stiegen die Exportpreise im Durchschnitt um 1,4 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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