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ZAV 2018: Rekrutierung ausländischer Fachkräfte erfolgreich fortgesetzt

Archivmeldung vom 19.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: "obs/Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)/ZAV"
Bild: "obs/Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)/ZAV"

Seit 2011 berät und vermittelt die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit Fachkräfte aus dem Ausland, die eine Beschäftigung in Deutschland suchen. 2018 hat die ZAV 2.264 Fachkräften aus dem Ausland zu einer ausbildungsadäquaten Tätigkeit in Deutschland verholfen.

"Das bedeutet ein Plus von knapp 30 Prozent gegenüber den Ergebnissen von 2017", unterstreicht Manfred Jäger, Vorsitzender der Geschäftsführung der ZAV. Mit mehr als 150.000 Anfragen registrierte die ZAV 2018 in ihrem Virtuellen Welcome Center auch eine steigende Zahl von Interessenten aus dem Ausland auf der Suche nach Informationen zu einer Beschäftigung in Deutschland. "Wir werden 2019 unsere Aktivitäten zur gezielten Ansprache von Fachkräften weltweit weiter ausbauen, um Unternehmen in Deutschland angesichts von Fachkräfteengpässen im Land eine Stellenbesetzung mit ausländischen Fachkräften zu ermöglichen", sagte Jäger. "Das von der Bundesregierung geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz kann hier Rahmenbedingungen der Rekrutierung erleichtern."

Das Virtuelle Welcome Center der ZAV ist die zentrale Anlaufstelle für einwanderungsinteressierte Fachkräfte sowie für Ausbildungs- und Studienplatzsuchende aus dem Ausland. Zwei Drittel der 150.000 Anfragen liefen telefonisch ein, etwa ein Viertel kam per E-Mail. Die individuelle Beratung der Interessenten erfolgte darüber hinaus auch über Textchats und Skype-Gespräche, zumeist auf Deutsch oder Englisch, in Einzelfällen auch in zehn weiteren Fremdsprachen. 2018 führte die ZAV zusätzlich regelmäßige Online-Workshops ein. Bequem von den Rechnern von zuhause aus können Interessenten weltweit Vorträge zu "Arbeiten und Leben in Deutschland" sowie "Erfolgreich bewerben in Deutschland" verfolgen und über Sprach- oder Textchat Fragen stellen. "Wenn Bewerber weitergehend interessiert sind, bieten wir anschließend individuelle Beratungstermine an. Auf diesem Wege gewinnen unsere Beraterinnen und Berater weitere Kandidaten für die Vermittlung auf einen Arbeitsplatz in Deutschland", erläutert Manfred Jäger.

Mehr als 40 Prozent der Fachkräfte aus dem Ausland, die mit Unterstützung der ZAV 2018 eine Beschäftigung in Deutschland aufnahmen, kamen aus anderen EU-Staaten. Spanien, Italien, Bulgarien, Kroatien sowie Polen und die Slowakei zählen zu den häufigsten Herkunftsländern (vgl. Grafik). "Mit den Philippinen, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Brasilien sind jedoch auch Nicht-EU-Staaten untern den Top Ten der Herkunftsländer unserer neuen Fachkräfte," hebt Manfred Jäger hervor. "Wir werden im nächsten Jahr unsere Rekrutierungsaktivitäten in diesen und weiteren Drittstaaten intensivieren, da wir angesichts der Demografie-Entwicklung von einer steigenden Nachfrage der Unternehmen in Deutschland nach Fachkräften aus dem Ausland ausgehen."

"In Absprache mit unseren Partnern im Ausland führen wir auch Rekrutierungsveranstaltungen vor Ort durch, um gezielt Bewerber anzusprechen", so Jäger. "Grundlage der Bewerbersuche ist die Engpassanalyse der Berufe sowie die konkrete Nachfrage von Arbeitgebern in Deutschland. Entsprechend gestaltete sich 2018 das Berufsspektrum der Fachkräfte, die über die ZAV 2018 nach Deutschland kamen. Fast 40 Prozent von ihnen sind in den Gesundheitsberufen tätig. Ein Viertel der rekrutierten Fachkräfte nahmen eine Tätigkeit im Hotel- und Gaststättengewerbe auf, etwa 8 Prozent übt Bau- und Handwerksberufe aus. Jeweils etwa 7 Prozent waren Fachkräfte in IT- und Ingenieurberufen. Verkehrs- und Logistikberufe stellten 6 Prozent der neuen Fachkräfte.

Bei der Vermittlung achtet die ZAV darauf, dass die Bewerber aus dem Ausland nicht zu schlechteren Bedingungen eingestellt werden als vergleichbare deutsche Arbeitnehmer. Dabei erhöhen Arbeitgeber ihre Chance, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen, wenn sie diesen genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote machen. Denn gerade Fachkräfte in Engpassberufen können meistens zwischen mehreren Jobangeboten wählen - innerhalb Deutschlands und international. "Insbesondere bei den Gesundheitsberufen ist uns wichtig, dass wir nicht in Ländern aktiv werden, die selbst einen Mangel an Ärzten und Pflegekräften haben," unterstreicht Manfred Jäger.

Hintergrund:

Die ZAV ist die Ansprechpartnerin in der Bundesagentur für Arbeit für den internationalen Arbeitsmarkt. Sie informiert und berät Fachkräfte aus dem Ausland zu Arbeits- und Lebensbedingungen in Deutschland und vermittelt geeignete Bewerberinnen und Bewerber bei bestehender Nachfrage an Unternehmen in Deutschland. Die ZAV ist einer der Partner hinter "Make it in Germany" (www.make-it-in-germany.com), dem offiziellen Portal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland.

Quelle: Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) (ots)

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