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DGB kritisiert zunehmende Ungleichheit

Archivmeldung vom 17.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Stefan Körzell im Jahr 2009
Stefan Körzell im Jahr 2009

Foto: Stefan Koerzell
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die zunehmende Ungleichheit in Deutschland kritisiert. "Seit Jahren findet eine massive Umverteilung von unten nach oben statt", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Deutschland stehe im internationalen Vergleich bei der Ungleichheit sehr schlecht da. Die Politik müsse schnell handeln, um eine weitere Spaltung der Gesellschaft zu verhindern, so Körzell weiter. Der aktuelle Verteilungsbericht des DGB, über den die Zeitungen berichten, stelle fest, dass die Arbeitnehmer in Deutschland in den vergangenen Jahren zwar kontinuierlich mehr verdient hätten. Der Abstand zwischen Arm und Reich sei aber trotzdem größer geworden. Inzwischen gälten 16,6 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet, heißt es in dem DGB-Verteilungsbericht weiter. Das bedeutet, dass jeder sechste Bürger zu wenig zum Leben hat.

Vor zwanzig Jahren hätten noch 10,3 Prozent der Menschen als armutsgefährdet gegolten. Die staatliche Umverteilung durch Steuern und Abgaben funktioniere in Deutschland gut, heißt es in dem DGB-Bericht. Es sei "erfreulich", dass die Ungleichheit nach Steuern und Transfers im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gering sei. Aber: "Seit 2000 hat der Umve rteilungseffekt von Steuern und Abgaben abgenommen", heißt es in dem DGB-Verteilungsbericht weiter. Der Staat nehme "seine Rolle eines ausgleichenden, verteilungsgerechten Akteurs immer weniger" wahr. Körzell fordert daher die Wiedereinführung der Vermögensteuer und eine Reform der Erbschaftsteuer. Sehr hohe Erbschaften in Deutschland blieben nahezu steuerfrei, so das DGB-Vorstandsmitglied weiter. Superreiche müssten keine Steuern auf ihr Vermögen entrichten. Dies habe mit Steuergerechtigkeit nichts zu tun, sagte Körzell den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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