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Prognose nach Stagnation im Winter: Deutsche Wirtschaft wächst kräftig

Archivmeldung vom 16.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Wirtschaft
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Bild von Lorenzo Cafaro auf Pixabay

Nach einem harten Lockdown in Deutschland im Winter prognostiziert das gewerkschaftsnahe IMK-Institut im kommenden Jahr einen kräftigen Aufschwung. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Beim russischen online Magazin " SNA News " ist auf der deutschen Webseite weiter zu lesen: "Das Bruttoinlandsprodukt werde um voraussichtlich um 4,9 Prozent wachsen , geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Prognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hervor. 2020 dürfte es aber noch zu einem Corona-bedingten Rekordeinbruch von 5,0 Prozent kommen.

Zur weiteren Erholung trage in erster Linie der private Konsum bei, aber auch Außenhandel und Investitionen würden im kommenden Jahr positive Wachstumsbeiträge liefern. Die Arbeitslosenquote sinke wieder leicht von 5,9 Prozent im Jahresmittel 2020 auf durchschnittlich 5,7 Prozent 2021 (detaillierte Zahlen unten), das Vorkrisenniveau bei der Erwerbstätigkeit werde aber bis Ende 2021 längst nicht wieder erreicht.

„Die wirtschaftliche Erholung wird durch die zweite Infektionswelle und die notwendigen Gegenmaßnahmen unterbrochen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagte der wissenschaftliche IMK-Direktor Sebastian Dullien. „Die wirtschaftliche Grunddynamik ist stark genug, und die Stützungspolitik von Regierung und Europäischer Zentralbank wirkt.“

Da der Lockdown Branchen wie Gastronomie, Freizeiteinrichtungen, Reisen und Teile des Handels erneut lahmlegt, prognostiziert das IMK für die kommenden Monate eine gesamtwirtschaftliche Stagnation, wobei ein gewisses Risiko einer neuen „Mini-Rezession“ über den Jahreswechsel besteht, also zweier aufeinanderfolgender Quartale leicht schrumpfender Wirtschaftsleistung.

Dass aus diesem Dämpfer keine erneute tiefe Rezession werde, liege vor allem an der recht stabilen Entwicklung der Industrie. Dort sei mit einem erneuten Zusammenbruch von Lieferketten wie bei dem Lockdown im Frühjahr nicht zu rechnen. Hinzu komme die wirksame staatliche Stabilisierung - etwa durch Kurzarbeit. Schließlich dürfte zumindest der Internethandel weiter expandieren, mit zunehmender Verbreitung von Impfschutz auch weitere Dienstleister.

Für 2021 rechnet das IMK mit einer um 5,0 Prozent sehr kräftig zunehmenden privaten Konsumnachfrage bei steigenden Löhnen und Gehältern: Die Tariflöhne dürften mit 1,9 Prozent nur geringfügig weniger zunehmen als in diesem Jahr. Vom Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung Ende diesen Jahres erwarten die Forscher nur begrenzte Bremseffekte. Als weitere Triebfeder wird der Welthandel gesehen, der um gut neun Prozent wachsen dürfte. Die europäischen Volkswirtschaften dürften, nicht zuletzt infolge des 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfsprogramms der EU, ebenfalls zulegen."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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