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ZEW-Konjunkturerwartungen weiter deutlich im negativen Bereich

Archivmeldung vom 16.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Verlust, Crash, Einbruch, Börse, Konjunktur und Insolvenz (Symbolbild)
Verlust, Crash, Einbruch, Börse, Konjunktur und Insolvenz (Symbolbild)

Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Juli erneut verschlechtert: Der entsprechende Index sank von -21,1 Zählern im Juni auf nun -24,5 Punkte.

Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Der Indikator befindet sich damit weiterhin deutlich unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 21,8 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich im Juli. Sie beträgt aktuell -1,1 Punkte, 8,9 Punkte weniger als im Vormonat. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sanken um 0,1 Punkte auf einen neuen Wert von -20,3 Punkten. Auch der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet ging zurück.

Der aktuelle Wert der Lageeinschätzung beträgt -10,6 Punkte und liegt damit 6,9 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat. "Insbesondere die Fortsetzung des Negativtrends bei den Auftragseingängen der deutschen Industrie dürfte die Finanzmarktexperten und -expertinnen in ihrem Konjunkturpessimismus bestätigt haben", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Eine nachhaltige Eindämmung der Unsicherheitsfaktoren für die exportorientierten Branchen der deutschen Wirtschaft sei derzeit nicht in Sicht. Der Iran-Konflikt scheine sich eher zu verschärfen und der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China sei eine Belastung nicht nur für die chinesische Wirtschaftsentwicklung. "Auch bei der Ausgestaltung des Brexits ist kein Fortschritt zu erkennen", so Wambach weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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