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Studie: Meister verdienen fast ein Fünftel mehr als Gesellen

Archivmeldung vom 24.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Ein Meisterbrief aus dem Jahr 1926, ausgestellt von der Berliner Handwerkskammer
Ein Meisterbrief aus dem Jahr 1926, ausgestellt von der Berliner Handwerkskammer

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Eine Ausbildung zum Meister, Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt lohnt sich teilweise enorm. Ihr Bruttostundenlohn liegt im Schnitt 18 Prozent höher als bei den Kollegen, die nur eine Ausbildung absolviert haben, ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über die das "Handelsblatt" berichtet.

In der Regel haben sie auch deutlich größere Chancen auf einen Führungsjob und mehr fachliche Verantwortung – das gilt allerdings vor allem für Männer und Meister. Frauen hingegen "können signifikant weniger von einer beruflichen Höherqualifizierung profitieren", heißt es in der Studie.

Im Vergleich zu Akademikern verdient die Elite der beruflich Qualifizierten insgesamt zwar weniger: Ihr Bruttomonatsverdienst lag im Schnitt bei 3.919 Euro – das waren 433 Euro weniger als Akademiker mit Bachelor- oder Fachhochschul-Abschluss und 1.348 Euro weniger als solche mit Master- oder Uni-Abschluss. Betrachtet man allerdings nur diejenigen, die auch Abitur haben, schrumpft der Abstand zu den Bachelor-Absolventen auf nur noch acht Prozent. Bei Kollegen ohne Abi sind es dagegen 21 Prozent.

Und bei Kaufleuten gibt es zwischen den beruflich Höherqualifizierten (die hier Fachkaufmann/frau oder wie bei den Akademikern Betriebswirt heißen) einerseits und den Uni-Bachelor und FH-Absolventen andererseits gar "keinen signifikanten Unterschied", schreibt die BIBB-Expertin Anja Hall. Insgesamt erlangten 2018 gut 91.000 Menschen einen solchen Abschluss der "höheren Berufsbildung" – rund die Hälfte davon im kaufmännischen Bereich. Ein Problem ist allerdings, dass diese Abschlüsse "abgesehen vom Meister kaum oder gar nicht bekannt sind", kritisiert die Studie.

Datenbasis: Für die Studie befragte das BIBB 2018 insgesamt 20.000 Erwerbstätige.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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