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Hapag-Lloyd-Chef verteidigt Börsengang

Archivmeldung vom 16.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hapag-Lloyd AG: Firmensitz am Ballindamm in Hamburg
Hapag-Lloyd AG: Firmensitz am Ballindamm in Hamburg

Foto: An-d
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Rolf Habben Jansen, Chef von Hapag-Lloyd, hat den dritten Anlauf des Transport- und Logistikunternehmens an die Börse verteidigt. "Den idealen Zeitpunkt erwischt man nie", sagte er in einem Interview mit dem "Handelsblatt".

Habben Jansen betonte, dass das Geld aus dem im Volumen auf 300 Millionen Dollar gekürzten Börsengang in Schiffe investiert werden soll, um im "weltweiten Wettbewerb auf Dauer mitspielen zu können". Dafür sind etwa 200 Millionen Dollar reserviert, die zusammen mit einer Fremdkapitalfinanzierung reichen sollten, um bis zu sechs neue große Container-Schiffe zu ordern.

Habben Jansen will sie vor allem auf den Ost-/Westrouten einsetzen. Insgesamt rechnet der Chef von Hapag Lloyd mit Beteiligungen seiner Aktionäre mit einer "schwerpunktmäßigen Platzierung im deutschsprachigen Raum und bei Investoren in Großbritannien". Die Kosten des Börsengangs lägen bei zirka 8,2 Millionen Euro.

Der Chef der Reederei sieht Hapag Lloyd nicht als Dividendenpapier, auch wenn er ab dem nächsten Jahr eine Ausschüttung von 20 bis 30 Prozent des Gewinns anstrebt. "Grundsätzlich sind wir aber kein Dividendenpapier, sondern eine Investition in das Wachstum der Weltwirtschaft", so Habben Jansen. Eine Übernahme sei im Moment nicht geplant. Gleichzeitig zum Börsengang hat sich Habben Jansen eine Kreditlinie über 125 Millionen Dollar einräumen lassen. Sie biete Hapag Lloyd die Gelegenheit, sich zu "attraktiven Konditionen zu finanzieren und bis zu fünf Prozentpunkte beim Zinsaufwand zu sparen".

Die drei führenden Konsortialbanken Berenberg Bank, Deutsche Bank und Goldman Sachs beteiligen sich zu gleichen Teilen daran.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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