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Umfrage: Systemrelevante Berufe bei Berufseinsteigern beliebter

Freigeschaltet am 29.06.2020 um 06:34 durch Andre Ott
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Durch die Erfahrungen in der Coronakrise gewinnen Berufe in sogenannten systemrelevanten Bereichen an Beliebtheit bei Berufseinsteigern. Das ist das Ergebnis einer Befragung durch das Marktforschungsinstitut Trendence, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) vorab berichten.

38,1 Prozent der befragten Schüler gaben an, dass es ihnen aufgrund der Erfahrungen in der Coronakrise wichtig sei, später in einem systemrelevanten Job zu arbeiten. Bei den Universitätsabsolventen gab das fast jeder Dritte an (29,50 Prozent). Am häufigsten wollen Nicht-Akademiker in systemrelevanten Berufen (40,6 Prozent) arbeiten.

"Während sich Schüler und Schülerinnen schon seit gut zwei Jahren in Richtung sinnstiftender Tätigkeit entwickeln, hat die aktuelle Krise diesbezüglich einen spürbaren Einfluss auf die beruflichen Ambitionen von Studierenden. Diese Entwicklung ist neu und bemerkenswert", sagte Trendence-Geschäftsführer Robindro Ullah den Funke-Zeitungen. Allerdings herrscht bei vielen künftigen Berufseinsteigern auch Unsicherheit: 41,8 Prozent der befragten Schüler gaben an, sich unsicher über ihre berufliche Zukunft zu fühlen. Bei Nicht-Akademikern und Akademikern sagte dies jeweils fast jeder Dritte. Deutlich gestiegen ist mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen der Um frage zufolge wieder die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmern. Nur jeder fünfte Nicht-Akademiker lehnte im Mai einen Jobwechsel derzeit ab, im April waren es noch 29,5 Prozent. Bei den Akademikern sank der Wert sogar von 24,3 auf 16,2 Prozent. Akademiker suchen mittlerweile auch wieder aktiv: 13,2 Prozent und damit 4,5 Prozent mehr als im April gaben an, aktiv auf Jobsuche zu sein.

Datenbasis: Für das Monitoring anlässlich der Coronakrise befragt Trendence monatlich bundesweit zwischen 1.200 und 1.800 Schüler, Studierende, berufstätige Akademiker sowie berufstätige Nichtakademiker.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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