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Gas-Konzern VNG beantragt Staatshilfe

Archivmeldung vom 09.09.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.09.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Sitz der VNG AG in Leipzig Schönefeld. Bild: Joeb07 / de.wikipedia.org
Sitz der VNG AG in Leipzig Schönefeld. Bild: Joeb07 / de.wikipedia.org

Der Gas-Konzern VNG beantragt Staatshilfe. Es werde am Freitag beim Bundeswirtschaftsministerium einen "Antrag auf Stabilisierungsmaßnahmen nach § 29 Energiesicherungsgesetz" stellen, teilte das Unternehmen am Morgen mit.

Aufgrund nicht erfüllter Lieferverpflichtungen von Vorlieferanten hätten Gasmengen "zu erheblich höheren Preisen an den Energiemärkten beschafft werden" müssen, um die Kunden von VNG weiter zu den vertraglich vereinbarten, deutlich niedrigeren Preisen verlässlich beliefern zu können, hieß es zur Begründung. Um die Handlungsfähigkeit insgesamt zu sichern, seien weitere Hilfsmaßnahmen neben dem bereits gestellten Antrag zur "Gasumlage" nötig. Im Zuge der Auswirkungen des russischen Krieges auf die Energiemärkte sei VNG "unverschuldet in eine zunehmend kritischere Finanzsituation gebracht" worden.

VNG machte am Freitag auch konkrete Angaben zu zwei Verträge, die von russischen Lieferausfällen betroffen sind: Es besteht ein Direktvertrag mit ca. 35 TWh Gasbezug im Jahr mit Gazprom Export, der aktuell und absehbar nicht mehr bedient werde. Dieser Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Die selbst mit der ab 1. Oktober erwarteten Entlastung durch die Gasumlage insgesamt im Jahr 2022 auflaufenden Verluste von ca. 1 Milliarden Euro würde VNG als direkter Importeur aus eigener Kraft und gemeinsam mit weiteren Stabilisierungsmaßnahmen ihrer Anteilseigner tragen können. Der größere Vertrag von beiden umfasst aber einen Gasbezug von ca. 65 TWh im Jahr mit einem inländischen Vorlieferanten, der Importeur der entsprechenden Gasmengen ist. Dieser Vertrag werd seit Mitte Mai nicht mehr durchgängig bedient, so das Unternehmen. Die daraus absehbare finanzielle Belastung sei für VNG "nicht tragbar".

Parallel zum jetzt gestellten Antrag würden die laufenden Gespräche mit der Bundesregierung, dem Mehrheitseigner EnBW und den weiteren kommunalen Anteilseignern auf der Suche nach Möglichkeiten für eine Stabilisierung des Unternehmens fortgesetzt, hieß es. VNG bezeichnet sich als Deutschlands drittgrößten Gasversorger und als "systemrelevantes Unternehmen für die versorgungssichere Belieferung von circa 400 Stadtwerke- und Industriekunden", außerdem als zweitgrößten deutschen Fernleitungsnetzbetreiber mit 7.700 Kilometern Gasnetz, drittgrößten Speicherbetreiber Deutschlands (2,2 Milliarden m3 Speichervolumen) und zweitgrößten deutschen Biogasanlagenbetreiber mit 38 Biogasanlagen in Ost- und Norddeutschland (157 MWFWL).

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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