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EU-Kommissar Oettinger warnt vor De-Industrialisierung Deutschlands

Archivmeldung vom 11.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Günther Oettinger Bild: Jacques Grießmayer
Günther Oettinger Bild: Jacques Grießmayer

EU-Kommissar Günther Oettinger fürchtet, dass die hohen Energiepreise zu einer De-Industrialisierung Deutschlands führen. "Wir müssen alles dafür tun, dass die Industrie nicht wieder dorthin geht, wo es billige Energie gibt. So wie die Industrie an Rhein und Ruhr gekommen ist, kann sie auch wieder gehen. Und sie meldet sich nicht morgen beim Einwohnermeldeamt ab, sie geht schleichend", schreibt Oettinger in einem Gastbeitrag für die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post".

"Der Prozess der de-industriellen Entwicklung ist in vollem Gang. Und wir tun so gut wie nichts, damit er aufgehalten wird. Der Strompreis in Deutschland ist gleich nach Japan, mit Zypern und Dänemark einer der höchsten der Welt. Dreifacher Gaspreis, doppelter Strompreis, das hält die Industrie nicht aus", warnt der EU-Kommissar. Er fordert: "Wenn man Industrieland bleiben will, energieintensive Industriearbeitsplätze halten will, brauchen wir bezahlbare Energie. Wir brauchen eine Agenda 2020, damit Energiekosten nicht als zwingender Grund gesehen werden, in andere Standorte außerhalb Deutschlands und Europas zu gehen."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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