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Bahn-Tarifstreit: Ramelow und Platzeck sollen erneut schlichten

Archivmeldung vom 31.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Zentrale der Deutsche Bahn in Frankfurt am Main. Bild: Deutsche Bahn
Zentrale der Deutsche Bahn in Frankfurt am Main. Bild: Deutsche Bahn

Der ehemalige Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck (SPD), und der amtierende Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow (Linke), sollen wie bereits im Jahr 2015 den Tarifstreit zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft GDL schlichten. "Wir haben mit Herrn Platzeck einen erfahrenen und erfolgreichen Schlichter gewinnen können", sagte DB-Personalvorstand Ulrich Weber am Freitag.

GDL-Chef Claus Weselsky erklärte: "Schon im Schlichtungsverfahren im Frühsommer 2015 hat Bodo Ramelow bewiesen, dass er die schutzwürdigen Interessen der Lokomotivführer, Lokrangierführer, Bordgastronomen und Zugbegleiter genau erfassen und gezielt einer tragfähigen Kompromisslösung zuführen kann."

Die GDL hatte nach insgesamt sechs Tarifverhandlungen mit der Bahn am 23. Dezember die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtung angerufen. Hauptstreitpunkt sind Freizeitregelungen für Lokführer und Zugpersonal. Ein zuletzt von der Bahn vorgelegtes Angebot, das sich am Abschluss mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) anlehnt, hält die GDL für nicht ausreichend.

"Das Ziel der GDL ist und bleibt es, die Belastungssenkungen und eine echte Fünf-Tage-Woche mit anschließenden zwei Tagen Freizeit ohne Arbeitskämpfe zu erreichen. Unsere Mitglieder haben ausreichend bewiesen, dass sie jederzeit bereit und in der Lage sind, ihre Interessen auch mittels Streiks durchzusetzen, wenn die DB die betrieblichen Realitäten ignoriert und eine angeblich heile Welt vorgaukeln will" so Weselsky.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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