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Auch Gebühren für Gasnetze steigen deutlich

Archivmeldung vom 23.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Cisco Ripac  / pixelio.de
Bild: Cisco Ripac / pixelio.de

Nach deutlichen Kostensteigerungen beim Stromnetz drehen nun auch die Betreiber der Gasnetze an der Preisschraube. Nach Angaben des Energieanbieters LichtBlick steigen die Gebühren für den Gastransport an Endkunden zum Jahreswechsel um bis zu 35 Prozent. Im Mittel erhöhen die Netzbetreiber die Abgabe um 10 Prozent. Damit steigen die jährlichen Gaskosten für einen Drei-Personen-Haushalt um etwa 30 Euro.

Der Vorstandsvorsitzende von LichtBlick, Heiko von Tschischwitz, kritisiert die steigenden Gebühren für die Strom- und Gasnetze: "Offenbar versuchen Konzerne und Stadtwerke, die durch die Energiewende schwindenden Gewinne beim Betrieb fossiler Kraftwerke durch höhere Einnahmen aus dem Netzbetrieb auszugleichen. Hier ist die Bundesnetzagentur als zuständige Genehmigungsbehörde gefragt."

Bereits in der vergangenen Woche hatte LichtBlick die neue Preisrunde bei den Strom-Netzentgelten kritisiert. Daraufhin hatte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, die Erhöhungen mit Hinweis auf den Ökostrom-Ausbau verteidigt. "Frau Müller verschweigt die ungerechtfertigt hohen und risikofreien Renditen der Netzbetreiber von über neun Prozent", so von Tschischwitz.

Spätestens die Erhöhung der Gasnetz-Gebühren, die eindeutig nicht auf den Ökostrom-Ausbau zurückgeführt werden könne, zeige die tatsächlichen Motive der Gebührenerhöhungen auf: "Die neuen Preisrunden dienen vor allem der Gewinnmaximierung der Netz-Monopolisten unter dem Deckmantel der Energiewende." Der LichtBlick-Chef fordert niedrigere Renditegarantien und schärfere Kostenkontrollen für die Netzbetreiber.

Wie am Montag bekannt wurde, steigt 2013 auch die sogenannte "Sonderkunden-Umlage" von 0,151 auf 0,329 Cent pro Kilowattstunde. Mit dieser Abgabe finanzieren Verbraucher und Mittelstand die Befreiung größerer Unternehmen von den Strom-Netzentgelten. LichtBlick fordert eine ersatzlose Streichung der Subvention.

Quelle: LichtBlick AG (ots)

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