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Ifo: Lage der Autoindustrie verschlechtert sich weiter

Archivmeldung vom 05.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Das Hauptgebäude des ifo-Instituts in der Poschingerstraße in München
Das Hauptgebäude des ifo-Instituts in der Poschingerstraße in München

Foto: Carl Steinbeißer
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Lage in der deutschen Autoindustrie hat sich im Dezember den fünften Monat in Folge verschlechtert. Das geht aus einer Erhebung des Münchener Ifo-Instituts hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der entsprechende Indikator fiel demnach auf -1, nach +7,9 im November.

 "Diese abermalige Verschlechterung ist von den Herstellern getrieben, nicht von den Zulieferern", sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien, Oliver Falck. Der Lageindikator für die Hersteller fiel deutlich auf 15,6 Punkte, nach 36,5 im November. Alle Hersteller sind weiterhin von Lieferengpässen bei Vorprodukten betroffen. Das Geschäft im Ausland scheint zu stocken. Der Index für die Exporterwartungen fiel auf 28,1 Punkte, nach 51,1 im November. "Auch die Erwartungen bei den Herstellern sind nicht mehr so rosig", so Falck. Die Geschäftserwartungen der Hersteller fielen von 42,7 Punkten auf 18,2 im Dezember. Die Situation bei den Herstellern überträgt sich direkt auf die Zulieferer. Deren Lage bleibe schlecht, so das Ifo-Institut. Der Indikator stieg zwar auf -13,6 Punkte, nach -21,7 im November, blieb aber deutlich im negativen Bereich. Die Geschäftserwartungen der Zulieferer sind so pessimistisch wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Der Index fiel von -24,8 Punkte auf -28,6 im Dezember. "Die jüngsten Ankündigungen von Autoherstellern, ihr Engagement in China weiter auszubauen, drückt sicherlich auf die Stimmung insbesondere mittelständischer Zulieferer, die stark von der Automobilproduktion in Deutschland abhängen", sagte Falck.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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