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DSW will Thyssenkrupp-Aufsichtsrat Entlastung verweigern

Archivmeldung vom 29.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
ThyssenKrupp Hauptquartier 2013
ThyssenKrupp Hauptquartier 2013

Foto: Tuxyso
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Wegen der umstrittenen Sondervergütung für den Thyssenkrupp-Vorstand will die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) dem Aufsichtsrat des Konzerns bei der anstehenden Hauptversammlung die Entlastung verweigern.

"Da müssen wir die rote Karte zeigen. Das darf so nicht nochmal vorkommen", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler im Podcast "Die Wirtschaftsreporter" der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Angesichts eines geplanten Abbaus von rund 11.000 Arbeitsplätzen und einer Nullrunde für die Aktionäre sei es falsch, dem Vorstand eine Extrazahlung zuzusprechen. Die Sondervergütung für Vorstandschefin Martina Merz betrug 500.000 Euro, bei ihren Vorstandskollegen Oliver Burkhard und Klaus Keysberg waren es jeweils 200.000 Euro. Die Entlastung bei einer Hauptversammlung zu verweigern, ist eine scharfe Form der Missbilligung.

Auch Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka äußerte sich kritisch zur Entscheidung des Aufsichtsrats. "Die Sondervergütung an den Vorstand sendet ein völlig falsches Signal und zeugt von wenig Fingerspitzengefühl des Aufsichtsrats", sagte Speich der WAZ. Thyssenkrupp sei "bei weitem noch nicht über den Berg", betonte er. "Die nächsten Monate werden über die Zukunft und Überlebensfähigkeit entscheiden."

Henrik Pontzen von der Fondsgesellschaft Union Investment forderte von Thyssenkrupp-Chefin Merz eine Strategie, die dem Unternehmen eine Perspektive bietet. "Mit dem Verkauf der Aufzugssparte hat Frau Merz Zeit gekauft, aber noch keine Zukunft erschlossen. Denn: Immer noch schmelzen die Milliarden wie Butter in der Sonne", sagte Pontzen. Dies müsse sich rasch ändern. "Hier entscheidet sich das Schicksal des Konzerns."

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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