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SAP-Mitgründer Plattner sieht Gefahren in Digitalisierung

Archivmeldung vom 23.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Sprachassistent & Künstliche Intelligenz: Wer kontrolliert sie? (Symbolbild)
Sprachassistent & Künstliche Intelligenz: Wer kontrolliert sie? (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Gründer und Aufsichtsratschef des Softwarekonzerns SAP, Hasso Plattner, warnt vor Gefahren der Digitalisierung. "Wir haben eine ungehemmte und unkontrollierte Informationsverteilung, die sehr zum Nachteil der Kultur, der Sicherheit und der politischen Meinungsbildung funktioniert", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Plattner weiter: "Wie können denn Informationen verteilt werden, ohne dass da die professionelle Vor- und Nachbereitung von Journalisten eine Rolle spielt? Es ist doch fürchterlich, was über ganz andere Kanäle explosionsartig verbreitet werden kann." Früher habe er geglaubt, dass freie Meinungsäußerung zu einer Liberalisierung und zu einer besseren Welt führt. "Nein!", sagte Plattner nun der FAS.

"Es führt zu einem ideologisch verfärbten Bild, in dem die Leute nach dem greifen, was sie gerne mögen. Sie informieren sich gerne über das, was sie eh schon glauben." Plattner hat nicht nur SAP gegründet, er finanziert bis heute ein Institut für digitale Systeme an der Universität Potsdam und lehrt dort. An diesem Institut werden bis heute IT-Verfahren entwickelt, die auch bei SAP Einsatz finden. Plattner sieht die Gefahr, dass in der digitalisierten Welt viele Menschen keine sinnvolle Arbeit mehr finden. "Bald werden sich große Teile der Bevölkerung, vielleicht 30 Prozent, nicht mehr am Wertschöpfungsprozess beteiligen können. Daran werden auch noch so viele Schulungen nichts ändern", prognostizierte Plattner in der FAS. "Man kann Fußballspieler in der fünften Liga noch so sehr trainieren, daraus werden keine Bundesligaspieler." Sein Fazit: "Ich sehe keine Alternative zum Grundeinkommen. Die Politik muss sich darum offensiv kümmern."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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