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Reform der Basel-III-Regeln: 2017 muss ein Jahr der Verhältnismäßigkeit werden

Archivmeldung vom 28.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) hat Sorge, dass bei den 2017 anstehenden Reformen wichtiger Finanzmarktvorschriften die Bedürfnisse des Mittelstands aus dem Blick geraten. "Die vielen kleinen und mittleren Betriebe in Deutschland brauchen eine verlässliche Finanzierungbasis", hebt GVB-Präsident Jürgen Gros vor dem Hintergrund der für Januar angekündigten Finalisierung des Basel-III-Regelwerks durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hervor. Insbesondere die im Raum stehenden steigenden Eigenkapitalanforderungen für Firmen- und Immobilienkredite lehnt der Verband deshalb ab. Dadurch würde die Vergabe von Darlehen eingeschränkt und die Finanzierung von Investitionen erschwert.

"Wenn Bankenregulierung die Realwirtschaft ausbremst, leiden darunter Wachstum und Beschäftigung", warnt Gros. Der GVB begrüßt deshalb, dass sich unlängst auch das Europäische Parlament und die EU-Kommission kritisch zu den Vorschlägen des Baseler Ausschusses geäußert hatten.

Zugleich fordert der Verband Brüssel zu mehr Konsequenz bei der laufenden Revision der bereits geltenden Basel-III-Vorschriften auf. Der jüngst vorgelegte Entwurf der EU-Kommission reiche nicht aus, um das Ziel einer verhältnismäßigeren und mittelstandsfreundlicheren Bankenregulierung zu erreichen.

Die EU-Kommission will Regionalbanken wie die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern zwar von überzogenen Berichtspflichten befreien. Doch die Pläne greifen zu kurz, da die Entlastungen nur für Kleinstinstitute mit einer Bilanzsumme von weniger als 1,5 Milliarden Euro gelten sollen.

"Damit wären viele Regionalbanken weiterhin einer lähmenden Bürokratie ausgesetzt, die wegen hoher Kosten auch die Kreditvergabe an Unternehmen limitiert", so der GVB-Präsident. Er fordert ein Umdenken: "2017 muss ein Jahr der Verhältnismäßigkeit in der Bankenregulierung werden. Wir brauchen nicht mehr, sondern zielgenauere Vorschriften, die nach Größe, Risiko und Art des Geschäftsmodells von Kreditinstituten unterscheiden."

Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) vertritt die Interessen von 1.294 genossenschaftlichen Unternehmen. Dazu zählen 269 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 1.025 ländliche und gewerbliche Unternehmen mit insgesamt rund 52.000 Beschäftigten und 2,9 Millionen Mitgliedern. Damit bilden die bayerischen Genossenschaften eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat. (Stand: 30.06.2016)

Quelle: Genossenschaftsverband Bayern (ots)

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