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Erzeugerpreise für Dienstleistungen im 3. Quartal 2018: +1,5 % gegenüber 3. Quartal 2017

Archivmeldung vom 21.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
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Bild: Statistisches Bundesamt

Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland lagen im dritten Quartal 2018 um 1,5 % höher als im dritten Quartal 2017. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es dabei in den meisten Branchen Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahresquartal. Am höchsten war die Steigerung im Wirtschaftsabschnitt "Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen" mit +2,9 %. Gegenüber dem zweiten Quartal 2018 erhöhten sich die Erzeugerpreise für Dienstleistungen insgesamt um 0,5 %.

Innerhalb des Wirtschaftsabschnitts "Verkehr und Lagerei" entwickelten sich die Preise im Vergleich zum Vorjahresquartal unterschiedlich. Nach einem deutlichen Preisrückgang von jeweils mehr als 10 % in den ersten beiden Quartalen 2018 waren die Erzeugerpreise für See- und Küstenschifffahrt im dritten Quartal um 0,8 % niedriger als im Vorjahresquartal. Gegenüber dem Vorquartal stiegen die Preise um 4,3 %. In der Luftfahrt lagen die Preise im dritten Quartal um 2,7 % niedriger als im Vorjahresquartal. Gegenüber dem Vorquartal stiegen sie dagegen um 2,7 %. Deutlich waren die Preisanstiege mit +3,0 % bei den Leistungen von Speditionen.

Die Erzeugerpreise für Telekommunikationsleistungen und Informationstechnologie stiegen leicht. Im Wirtschaftsabschnitt "Information und Kommunikation" lagen die Preise im dritten Quartal 2018 im Durchschnitt um 1,0 % höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Vorquartal blieben sie mit +0,2 % nahezu unverändert. Die Erzeugerpreise für Telekommunikationsleistungen erhöhten sich um 2,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, die Preise für Dienstleistungen der Informationstechnologie um 0,6 %. Beide Branchen wiesen bis Ende 2017 eher rückläufige oder stagnierende Preise auf. Rückläufig gegenüber dem Vorjahresquartal waren dagegen die Preise für Datenverarbeitung, Hosting und Ähnliches, Webportale (-0,4 %). Gegenüber dem Vorquartal blieben die Preise in diesem Wirtschaftszweig jedoch unverändert.

Die Erzeugerpreise für freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen lagen im Schnitt um 1,7 % über dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Preisanstieg für Leistungen des Wirtschaftszweigs "Werbung" war mit +3,1 % gegenüber dem dritten Quartal 2017 überdurchschnittlich hoch. Gegenüber dem Vorquartal fielen die Erzeugerpreise für Werbeleistungen jedoch um 2,3 %. In den übrigen Branchen dieses Wirtschaftsabschnitts lagen die jeweiligen Preise um maximal 2,3 % höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Einzig im Wirtschaftszweig Markt- und Meinungsforschung lagen die Preise mit -0,1 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

Überdurchschnittlicher Anstieg der Erzeugerpreise im Wirtschaftsabschnitt Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen. Überdurchschnittlich stiegen mit +2,9 % die Erzeugerpreise für Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen im Vergleich zum dritten Quartal 2017. Am höchsten fiel dabei mit +4,0 % der Preisanstieg bei der Vermittlung von Arbeitskräften aus. Kräftige Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum gab es auch bei der Überlassung von Arbeitskräften (+3,2 %), bei privaten Wach- und Sicherheitsdiensten (+2,4 %) sowie bei der Reinigung von Gebäuden, Straßen und Verkehrsmitteln (+2,3 %). Dabei erhöhten sich die Preise für Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen insgesamt gegenüber dem Vorquartal im Durchschnitt nur leicht um 0,3 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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