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Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im März 2024: -0,4 % zum Vormonat

Archivmeldung vom 21.05.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.05.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Behördenschild des Bundeswahlleiters und des Statistischen Bundesamtes
Behördenschild des Bundeswahlleiters und des Statistischen Bundesamtes

Foto: Kandschwar
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2024 gegenüber Februar 2024 saison- und kalenderbereinigt um 0,4 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2023 lag der Auftragsbestand kalenderbereinigt 5,8 % niedriger.

Zum Rückgang des Auftragsbestands trug wie bereits in den Vormonaten auch im März 2024 hauptsächlich die Entwicklung in der Automobilindustrie bei. Mit saison- und kalenderbereinigt -2,4 % im Vergleich zum Februar 2024 ging der Auftragsbestand hier bereits im 14. Monat in Folge zurück. Positiv auf den Auftragsbestand im März 2024 wirkte dagegen der Anstieg im Bereich Sonstiger Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge; +0,9 %), der den Rückgang in der Automobilindustrie fast ausglich. Zu diesem Anstieg trug ein Großauftrag im Bereich Flugzeugbau bei.

Die offenen Aufträge aus dem Inland sanken im März 2024 gegenüber Februar 2024 um 1,1 %, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland sank um 0,1 %.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern verringerte sich der Auftragsbestand um 0,3 % und im Bereich der Vorleistungsgüter sank er um 1,0 %. Der Auftragsbestand im Bereich der Konsumgüter stieg um 0,4 %.

Reichweite des Auftragsbestands auf 7,2 Monate gestiegen

Im März 2024 stieg die Reichweite des Auftragsbestands im Vormonatsvergleich auf 7,2 Monate (Februar 2024: 7,1 Monate). Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg die Reichweite auf 9,8 Monate (Februar 2024: 9,7 Monate) und bei den Herstellern von Vorleistungsgütern stieg die Reichweite auf 4,1 Monate (Februar 2024: 4,0 Monate). Die Reichweite bei den Herstellern von Konsumgütern blieb unverändert bei 3,5 Monaten.

Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz der vergangenen zwölf Monate im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Revision weiter zurückliegender Werte

Mit dem Berichtsmonat März 2024 wurden die monatlichen Werte zum Auftragsbestand und den Reichweiten ab Berichtsmonat Januar 2023 für den Auftragsbestandsindex- und die Reichweiten des Auftragsbestandes revidiert. Die preisbereinigten Ergebnisse der Auftragsbestandsindizes wurden wegen nun aktualisierter Preisindizes ab Januar 2021 revidiert.

Methodische Hinweise:

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig. In der Corona-Krise und im Zuge des Kriegs in der Ukraine kann es zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonatsvergleich und Vorjahresvergleich kommen.

Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden. Die Veränderungsraten basieren auf dem preisbereinigten Index des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+. Der Auftragsbestand wird in der Gliederung der "Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)" erfasst und ausgewertet. Dabei wird der Auftragsbestand wie der Auftragseingang nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes erhoben.

In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der "Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008)" abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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