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Larry Page kritisiert Europas Regulierungspolitik

Archivmeldung vom 20.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Larry Page 2009
Larry Page 2009

Foto: Stansfield
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Google-Chef Larry Page übt scharfe Kritik am europäischen Widerstand gegen technischen Fortschritt: "Gerade in Europa scheint es leicht, die grundlegende Physik einer Frage zu ignorieren und zu behaupten, es ist schon in Ordnung, wenn Dinge hier doppelt so viel kosten wie anderswo. Diese Haltung macht mir große Sorgen, weil sie Unternehmern die Arbeit erschwert", sagt Page der Wochenzeitung DIE ZEIT. Auch die Bedingungen für Tech-Firmen in Europa kritisiert Page offen: "Wäre ich heute Jungunternehmer und hätte die Wahl, meine Internetfirma in Deutschland oder im Silicon Valley aufzumachen, mir fiele die Entscheidung nicht schwer", so der 42-Jährige. "Und die Regulierung wird eher noch schlimmer in Europa. Da wird es sehr hart, eine Firma von globaler Bedeutung aufzubauen. Dann der Datenschutz, all diese Gesetze machen es nur noch schwieriger."

Er kritisiert die US-Regierung dafür, dass sie ohne Transparenz so viele Daten gesammelt hat: "Ich glaube nicht, dass eine Demokratie funktioniert, wenn deine Regierung Daten sammelt und dir nicht wenigstens grundsätzlich sagt, was sie da tut", erklärt Page.

Wenn er in Europa mit Managern etwa aus der Telekommunikation spreche, wundere er sich allerdings, wie offen diese über die Daten ihrer Nutzer reden: "Jede Firma, mit der ich in Europa rede, sagt: 'Oh, wir brauchen Zugang zu allen Nutzerdaten, damit wir Geld verdienen können.'"

Google selbst habe in vielen Ländern Stärke bewiesen und die Daten seiner Nutzer geschützt. Es nutze aber Daten selbst, um den Nutzern mehr zu bieten: "Wir nutzen viele Daten, um bessere Dienste zu bieten. So verbessern wir die Suche, so kommen wir zur Spracherkennung. Wer auch immer die Dienste anbietet, wird die Daten haben und sie zur Verbesserung nutzen", so Page. "Die Debatte ist schon okay, aber man kann nicht einfach zurückgehen und sagen: Die Welt soll wieder so sein wie vor 20 Jahren."

Quelle: DIE ZEIT (ots)

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