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Apotheken in Corona-Zeiten: 3,8 % mehr Umsatz im August 2020 im Vergleich zum Vormonat

Archivmeldung vom 22.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Ob Medikamente, Grippemittel oder kosmetische Produkte - Apotheken sind ein zentraler Baustein der ambulanten Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten Apotheken im August 2020 nach vorläufigen Ergebnissen preis-, kalender- und saisonbereinigt 3,8 % mehr um als im Vormonat.

Damit fiel der Umsatz auch höher aus als vor Ausbruch der Corona-Pandemie: Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 ergab sich preis-, kalender- und saisonbereinigt im August ein Plus von 1,7 %.

März 2020: stärkstes Umsatzplus für Apotheken seit 1994

Im Gegensatz zu den meisten Einzelhandelsunternehmen waren Apotheken - ebenso wie der Lebensmittelhandel - zu keinem Zeitpunkt von coronabedingten Schließungen betroffen. Der März 2020, als teilweise Ladenschließungen verhängt wurden, war für Apotheken der bislang umsatzstärkste Monat seit dem Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994: Sie verzeichneten ein reales (preisbereinigtes) Umsatzplus von 18,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit lagen sie über dem Ergebnis des Einzelhandels mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren - im gleichen Zeitraum verbuchte dieser 11 % mehr als im März 2019. Für den stationären Einzelhandel insgesamt machten sich die coronabedingten Schließungen bemerkbar: Im März 2020 setzten sie real 1,8 % weniger um als im Vorjahresmonat, im April 2020 verbuchten sie schließlich ein reales Umsatzminus von 11,4 %.

Apotheken profitieren geringfügig von der aktuellen Gesundheitskrise

Insgesamt verlief das Corona-Jahr 2020 für die Apotheken durchaus erfolgreich: Der von Januar bis August 2020 erwirtschaftete Umsatz lag real 3 % über dem des Vorjahreszeitraums. Zum Vergleich: Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren konnte im gleichen Zeitraum 5,1 % mehr Umsatz verbuchen. Der stationäre Einzelhandel insgesamt blieb von Januar bis August 2020 mit einem realen Plus von 0,2 % in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Beschäftigte in Apotheken: überwiegend weiblich und in Teilzeit

Im Jahr 2018 gab es in Deutschland rund 21 000 Apotheken mit rund 248 000 Beschäftigten. Die meisten von ihnen waren Frauen (82 %). Fast zwei Drittel der Beschäftigten arbeiteten zudem in Teilzeit (63 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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