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IW-Studie: Corona-Krise verstärkt Marktmacht von Amazon

Archivmeldung vom 30.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Der Day 1 Tower des umstrittenen Amazon Konzerns in Seattle
Der Day 1 Tower des umstrittenen Amazon Konzerns in Seattle

Von Adamajreynolds - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=55134604

Der US-Online-Handelskonzern Amazon wird im Zuge der Corona-Krise seine marktbeherrschende Stellung auf dem deutschen Markt ausbauen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt.

Die aktuellen Einschränkungen des stationären Handels wegen der Corona-Krise würden dem Online-Handel generell starken Auftrieb geben, heißt es in der Studie. "Davon profitieren vor allem die großen Händler und Handelsplattformen, allen voran Amazon, die deutlich gestärkt aus der Krise kommen dürften", so das IW. Amazon habe 2018 in Deutschland bereits Waren im Wert von mehr als neun Milliarden Euro umgesetzt.

Das war laut dem Institut bereits mehr als dreimal so viel wie otto.de, der zweitgrößte Onlinehändler, umsetzen konnte. In einer Umfrage im Jahr 2019 gaben der Studie zufolge 82 Prozent der 18- und 64-jährigen Befragten in Deutschland an, in den letzten zwölf Monaten etwas bei Amazon gekauft zu haben. "Es ist daher davon auszugehen, dass auch während der Krise Amazon für Käufe gewählt wird und sich zudem auch Menschen für den Onlinehändler entscheiden, die zuvor nicht oder kaum online bestellt haben", schreibt Studienautorin Vera Demary. Für Amazon sprächen sein hoher Bekanntheitsgrad, die Breite des Sortiments sowie die Liefersicherheit. Wegen der zunehmenden Marktmacht von Amazon müsse das deutsche und europäische Wettbewerbsrecht konsequent angewendet werden, fordert das IW. Kartellamt und EU-Kommission könnten Amazon beispielsweise zum Verkauf von Unternehmenssparten zwingen.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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