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Baupreise für Wohngebäude im August 2020 stagnieren aufgrund der Mehrwertsteuersenkung

Archivmeldung vom 09.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Statistisches Bundesamt

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland haben im August 2020 auf dem gleichen Niveau wie im August 2019 gelegen. Grund dafür ist vor allem die seit Juli 2020 geltende Mehrwertsteuersenkung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es eine Stagnation der Baupreise gegenüber dem Vorjahr zuletzt im August 2003.

Im Mai 2020, dem zuletzt erhobenen Monat, hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 3,0 % gelegen. Im Vergleich zum Mai 2020 sanken die Baupreise im August 2020 um 2,2 %.

Ohne Mehrwertsteuersenkung hätten Baupreise rein rechnerisch um 2,6 % zugenommen

Alle Preise beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer. Berechnungsgrundlage hierfür bilden Preise für Bauleistungen ohne Mehrwertsteuer. Die Mehrwertsteuer wird automatisiert hinzugerechnet. Bei unverändertem Steuersatz hätte die Preissteigerung gegenüber dem Vorjahresmonat rein rechnerisch 2,6 % betragen.

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden gingen von August 2019 bis August 2020 um 0,4 % zurück. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben die Betonarbeiten und die Mauerarbeiten. Betonarbeiten sind gegenüber August 2019 um 0,9 % günstiger geworden, Mauerarbeiten um 0,3 %. Für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten erhöhten sich die Preise um 0,2 %, Erdarbeiten waren um 0,3 % teurer als im August 2019, Zimmer- und Holzbauarbeiten kosteten 0,6 % weniger als im Vorjahr.

Die Preise für Ausbauarbeiten nahmen im August 2020 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % zu. Unter den Ausbauarbeiten haben die Tischlerarbeiten den größten Anteil am Preisindex für Wohngebäude. Für diese gingen die Preise um 0,1 % zurück. Bei Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen stiegen sie um 0,9 %, bei Nieder- und Mittelspannungsanlagen um 1,2 %. Die Preise für Metallbauarbeiten erhöhten sich um 0,5 %.

Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) nahmen gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % zu. Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen um 0,1 %, für gewerbliche Betriebsgebäude blieben die Preise unverändert. Im Straßenbau gingen die Preise um 0,9 % gegenüber dem August 2019 zurück.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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