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Postchef Frank Appel kündigt "Just-in-Time-Pakete" bundesweit ab 2020 an

Archivmeldung vom 13.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Dr. Frank Appel Bild: Deutsche Post AG
Dr. Frank Appel Bild: Deutsche Post AG

Nach viel Kritik ist die Post dabei, ihr Zustellsystem stark zu ändern. Vorstandschef Frank Appel sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem "Bonner Generalanzeiger", Kunden sollten künftig genauer erfahren, wann der Paketbote kommt, um ihn nicht zu verpasse.

Appel: "Unsere Kunden sollen zuerst per E-Mail eine ungefähre Zeit erhalten, zu der der Zusteller kommt. Und zum Beispiel 15 Minuten vor Ankunft gibt es dann eine erneute Mail mit der genauen Zeit, die wir anhand der per GPS erfassten Position des Lieferwagens berechnen. Das testen wir nun in einigen Regionen, und im Laufe des Jahres 2020 soll es diese Just-in-Time-Pakete bundesweit geben." Appel zeigte sich besorgt darüber, dass 2018 die Zahl der Beschwerden über die Postbranche stark gestiegen sei: Seit mehr als einem Jahr steuere man entschlossen gegen: "Unsere internen Zahlen zeigen bereits, dass die Qualität der Zustellung deutlich gestiegen ist."

Als großes Problem habe man identifiziert, dass häufig viele Tausend Sendungen zwischengelagert wurden und dann tagelang liegenblieben. Appel: "Das war für viele Menschen sicher das größte Ärgernis, wogegen die Verzögerung von einem Tag in Zeiten mit sehr hohem Sendungsaufkommen weniger Bedeutung hat." Als Reaktion müssen zuerst erhaltene Pakete oder Briefe nun "immer zuerst ausgeliefert werden", so Appel: " Auch bei einem Eingang von extrem vielen Sendungen darf nichts zwischengelagert werden. So ist praktisch ausgeschlossen, dass Kunden länger als nötig auf eine Ware oder einen Brief warten."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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