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Verbraucherzentrale: Fahrpreis-Reform der Bahn macht vieles teurer

Archivmeldung vom 09.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Zentrale der Deutsche Bahn in Frankfurt am Main. Bild: Deutsche Bahn
Zentrale der Deutsche Bahn in Frankfurt am Main. Bild: Deutsche Bahn

Die ab Sonntag geltenden neuen Preise der Deutschen Bahn (DB) im Fernverkehr, die auf bestimmten Strecken je nach Wochentag unterschiedlich hoch sind, verärgern nach Angaben des Bundesverbandes der Verbraucherzentrale (VZBV) viele Kunden. "Damit will die Bahn einen Anreiz setzen, die Reise zu verschieben. Für 42 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher ist das jedoch keine Alternative. Sie werden stattdessen ein anderes Verkehrsmittel wählen", sagte Marion Jungbluth, Verkehrsexpertin beim VZBV, der "Welt".

"Für Umwelt und Verbraucher ist die Preisstrategie der Deutschen Bahn ernüchternd. Mit den Tarifänderungen werden die Preise für Verbraucher noch teurer und unübersichtlicher. Bahnfahren wird damit unattraktiv." Auf bestimmten Strecken soll der Flexpreis (früher Normalpreis) der Nachfrage angepasst und bei erwartungsgemäß großer Auslastung leicht angehoben werden.

Die Bahn will damit eine gleichmäßigere Auslastung der Züge erreichen. Die Verbraucherschützer monieren hingegen, dass mit dem neuen System die Komplexität weiter steige. Jungbluth: "Das macht das Preissystem für Verbraucher noch unübersichtlicher. Bereits jetzt verstehen 67 Prozent der Verbraucher das Preissystem der Bahn nur in Teilen oder gar nicht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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