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Gazprom soll böse Überraschung in der Türkei erlebt haben

Archivmeldung vom 20.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Die türkischen Behörden haben einem Zeitungsbericht zufolge den größten privaten Gasimporteur im Land de facto nationalisiert. Anteile an diesem Unternehmen besitzt der russische Energiekonzern Gazprom. Dies berichtet die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik".

Weiter heißt es im Beitrag auf der Webseite: "Die russische Tageszeitung „Kommersant“ berichtet unter Berufung auf ihre Quellen, die Anteile von Gazprom und Gazprombank an der Akfel Holding, dem größten türkischen Privatimporteur von russischem Erdgas, seien „de facto nationalisiert“ worden. Der türkische Einlagenversicherungs-Fonds TMSF habe informell mitgeteilt, dass er die Funktionen der Aktionäre übernehme, so die Quellen.

Wie das Blatt schreibt, wollten Gazprom und Akfel die Situation nicht kommentieren. Unternehmen der Akfel-Gruppe machen nach Angaben der Zeitung 55 Prozent aller Gazprom-Lieferungen an türkische Privatimporteure aus – und rund 20 Prozent aller russischen Gaslieferungen in die Türkei überhaupt.

Nach Informationen des Blattes hat Gazprom-Chef Alexej Miller bei seinem jüngsten Treffen mit dem türkischen Regierungschef Binali Yıldırım in Moskau das Thema angesprochen, aber kaum konkrete Erläuterungen bekommen. Die Zeitung zitierte eine Gazprom-nahe Quelle mit den Worten: „Der effizienteste und lukrativste Verkäufer von russischem Gas in der Türkei wurde uns halt weggenommen.“

Weitere Quellen des Blattes behaupten, die türkische Staatsführung habe das Board of Directors der Akfel Holding komplett gewechselt. Dies sei durch das Dekret Nr. 674 ermöglicht worden, das nach dem Putschversuch in der Türkei zustande gekommen sei und den Behörden erlaube, die Kontrolle über jene Unternehmen zu übernehmen, die im Verdacht stehen, die Organisation von Fethullah Gülen zu finanzieren. Rund 1.200 türkische Unternehmen seien mittlerweile dem Dekret zum Opfer gefallen.

Im Fall Akfel seien Verbindungen von Murad Baltaci und Fatih Baltaci, den Mitbegründern der Gruppe, ins Visier der Ermittler gerückt, obwohl die Gebrüder aus dem Kapital der Gruppe bereits ausgestiegen seien, so die Quellen.

Das Blatt kommentiert, es sei vorerst nicht klar, wie hart die Position des russischen Konzerns sein werde, denn dieser brauche normale Beziehungen mit den türkischen Behörden, um das politisch relevante Projekt Turkish Stream umzusetzen.

„Ein lokaler Gas-Streit mit der Türkei ist jedenfalls sicher, denn der Gas-Rabatt für die Privatimporteure, den sie im April erwirkt hatten, gilt ab 2017 nicht mehr. Jetzt hätten die Unternehmer mit Gazprom export über den Preis für das Jahr 2017 verhandeln sollen, doch die Gespräche sind faktisch eingestellt, wie die Quellen feststellen“, kommentiert die Zeitung."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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