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Arbeitgeberpräsident Kramer wirbt für neue Gesprächskultur bei Tarifgesprächen

Archivmeldung vom 30.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Ingo Kramer (2017)
Ingo Kramer (2017)

Bild: Screenshot Phoenix Sendung "Phoenix vor Ort Tarifseinheitsgesetz: Ingo Kramer im Tagesgespräch am 24.01.2017" / Eigenes Werk

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer drängt auf eine neue Gesprächskultur bei Tarifverhandlungen. Kramer lobte im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" die Tarifparteien in der Chemieindustrie, die gerade einen neuen Tarifabschluss erzielt haben. Er wünsche sich, "dass der konstruktive Umgangston, der dort herrscht, Schule macht. Immer gleich zu streiken, während man gerade verhandelt, vergiftet die Verhandlungsatmosphäre."

Die Chemieindustrie hat nach den Worten von Kramer schon häufig bemerkenswerte Abschlüsse erzielt. "Einzelne Bausteine des Tarifabschlusses lassen sich sicher auch in anderen Branchen übernehmen", so der Arbeitgeberpräsident. Allerdings sei die Chemieindustrie deutlich homogener als zum Beispiel die Metall- und Elektroindustrie. Das dürfe man nicht außer Acht lassen. Die Tarifparteien in der Chemie- und Pharmabranche haben sich bei einer Laufzeit von 29 Monaten auf zwei Tariferhöhungen von 1,5 und 1,3 Prozent sowie auf die Einführung eines neuen Arbeitszeitkontos und eine arbeitgeberfinanzierte Pflegezusatzversicherung geeinigt.

Kramer fügte hinzu, die Arbeitgeber versuchten, in Gesprächen mit den Gewerkschaften ein weiteres Absinken der Tarifbindung zu verhindern. "Doch das ist schwierig, zumal die Gewerkschaften ihren großen Teil dazu beigetragen haben, dass viele Unternehmen sich aus dem Flächentarif verabschieden." Immer wieder hätten sie überzogene Tarifforderungen erhoben und sie auch durchsetzen können, weil es vielerorts an Personal gemangelt habe. Kramer: "Die Unternehmen haben notgedrungen mitgemacht, können das aber verständlicherweise nicht auf Dauer leisten."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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