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Dienstleistungsbereich im 2. Quartal 2019: Umsatz- und Beschäftigung weiterhin auf Wachstumskurs

Freigeschaltet am 09.09.2019 um 08:14 durch Andre Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Umsätze in ausgewählten Dienstleistungsbereichen lagen im 2. Quartal 2019 kalender- und saisonbereinigt 3,8 % höher als im 2. Quartal 2018. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen weiter mitteilt, wurde damit der höchste Stand seit Beginn der Erfassung im Jahr 2003 erreicht.

Im Vergleich zum 1. Quartal 2019 ist der bereinigte Umsatz um 1,0 % gestiegen. Die saisonbereinigte Beschäftigtenzahl nahm im Vergleich zum 2. Quartal 2018 um 1,0 % zu und erreichte ebenfalls einen neuen Höchststand. Gegenüber dem 1. Quartal 2019 stieg sie um 0,1 %.

Etwa jede fünfte in Deutschland beschäftigte Person ist in den einbezogenen Dienstleistungsbereichen tätig. Die dazu gehörenden Branchen erbringen zusammen rund ein Drittel der Bruttowertschöpfung im unternehmerischen - das heißt nichtstaatlichen - Dienstleistungsbereich in Deutschland.

Deutliches Umsatzplus bei Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung, Minus in der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften

Einen deutlichen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnete - kalender- und saisonbereinigt - der Wirtschaftsbereich Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung mit +8,1 %. Der diesem Wirtschaftsbereich übergeordnete Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen verzeichnete einen Anstieg der bereinigten Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,0 %. Einen Umsatzrückgang gab es dagegen bei der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften: Dort hat sich der bereinigte Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,7 % vermindert.

Die ausgewählten Dienstleistungsbereiche umfassen:

  • Verkehr und Lagerei (zum Beispiel Landverkehr auf Straße und Schiene (einschließlich Transport in Rohrfernleitungen), Schifffahrt, Luftfahrt, Lagerei sowie sonstige Dienstleistungen für den Verkehr (unter anderem Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen, Flughäfen sowie Post-, Kurier- und Expressdienste))
  • Information und Kommunikation (zum Beispiel Verlagswesen, Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Musik, Kinos, Rundfunkveranstalter, Telekommunikation sowie Informationsdienstleistungen)
  • Freiberufliche und technische Dienstleistungen (zum Beispiel Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Architektur- und Ingenieurbüros, technische, physikalische und chemische Untersuchung, Unternehmensberatung, Werbung und Marktforschung, Design, Fotografie sowie Dolmetschen)
  • Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (zum Beispiel Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Reisebüros und Reiseveranstalter, private Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudereinigung, Detekteien, Call-Center sowie Messe- und Kongressveranstalter).

Alle Indizes der ausgewählten Dienstleistungsbereiche beziehen sich mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 2. Quartal 2019 auf das Basisjahr 2015.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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