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Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2024: -0,2 % zum Vormonat

Archivmeldung vom 18.04.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.04.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2024 gegenüber Januar 2024 saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2023 lag der Auftragsbestand kalenderbereinigt 5,8 % niedriger.

Zum Rückgang des Auftragsbestands im Februar 2024 trug hauptsächlich die Entwicklung in der Automobilindustrie bei. Mit saison- und kalenderbereinigt -5,1 % im Vergleich zum Januar 2024 ging der Auftragsbestand hier bereits im 13. Monat in Folge zurück. Aufgrund von coronabedingten Lieferkettenproblemen war der Auftragsbestand in der Automobilindustrie vor allem im Jahr 2021 sehr stark gestiegen. Im Februar 2024 sank er nun bei stark rückläufigen Auftragseingängen und gestiegener Produktion (siehe Pressemitteilungen Nr. 139 vom 5. April 2024 und Nr. 141 vom 8. April 2024) auf dasselbe Niveau wie zum Jahresbeginn 2021. Betrachtet man jedoch das Verarbeitende Gewerbe insgesamt, so lag das Niveau des Auftragsbestands im Februar 2024 nach wie vor deutlich höher als zu Beginn des Jahres 2021. Positiv auf den Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2024 wirkte sich die Entwicklung im Bereich Sonstiger Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge; +1,1 %) aus.

Die offenen Aufträge aus dem Inland stiegen im Februar 2024 gegenüber Januar 2024 um 0,6 %, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland sank hingegen um 0,7 %.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern verringerte sich der Auftragsbestand um 0,3 %. Im Bereich der Vorleistungsgüter sank er um 0,1 % und bei den Konsumgütern lag der Auftragsbestand 0,7 % niedriger.

Reichweite des Auftragsbestands auf 7,0 Monate gestiegen

Im Februar 2024 stieg die Reichweite des Auftragsbestands im Vormonatsvergleich auf 7,0 Monate (Januar 2024: 6,9 Monate). Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg die Reichweite auf 9,3 Monate (Januar 2024: 9,2 Monate). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb die Reichweite unverändert bei 4,0 Monaten und bei den Herstellern von Konsumgütern blieb sie bei 3,5 Monaten.

Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz der vergangenen zwölf Monate im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Methodische Hinweise:

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig. In der Corona-Krise und im Zuge des Kriegs in der Ukraine kann es zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonatsvergleich und Vorjahresvergleich kommen.

Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden. Die Veränderungsraten basieren auf dem preisbereinigten Index des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+. Der Auftragsbestand wird in der Gliederung der "Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)" erfasst und ausgewertet. Dabei wird der Auftragsbestand wie der Auftragseingang nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes erhoben.

In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der "Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008)" abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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