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Weltstahlverband warnt vor Niedergang der europäischen Stahlindustrie

Archivmeldung vom 26.02.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.02.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Stahlwerk in Salzgitter
Stahlwerk in Salzgitter

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Europas Stahlkonzerne müssen sich offenbar auf harte Zeiten einstellen: Innerhalb der kommenden 20 Jahre werde die Branche gezwungen sein, sich von rund zwei Drittel ihrer Kapazitäten zu verabschieden, sagte der Präsident des Weltstahlverbandes und Vorstandschef der österreichischen Voestalpine, Wolfgang Eder, dem "Handelsblatt".

"Wenn ich mir die vergangenen zehn Jahre in Bezug auf die Rahmenbedingungen vor Augen führe und das in die Zukunft fortschreibe, tue ich mich schwer mit der Vorstellung, dass es dann noch einen aktiven Hochofen in Europa gibt." Die Branche könne nur überleben, wenn sie sich stärker als bisher auf Hightech-Produkte konzentriere. "Dann können wir in Europa auch langfristig erfolgreich sein", sagte Eder.

Der Manager steht seit mehr als zehn Jahren an der Spitze der österreichischen Voestalpine. Der Konzern steht an Nummer vier der größten europäischen Stahlkocher, macht mit dem Werkstoff - ähnlich wie der deutsche Branchenprimus ThyssenKrupp - aber inzwischen weniger als ein Drittel seines Umsatzes. Mit der frühzeitigen Konzentration auf hochfeste Stähle und stahlbasierte Spezialprodukte für die Auto-, Bahn- und Flugzeugindustrie ist Voestalpine deutlich profitabler als ein Großteil der Konkurrenz.

Eder, der seit Oktober 2014 auch den Weltstahlverband führt, gab auch dem Management vieler Konzerne ein gehöriges Maß an Mitschuld für die augenblickliche Misere mit massiven Überkapazitäten und starkem Preisdruck. "Die Branche ist konservativ und verändert sich zu langsam. Viele hängen noch an den Hochöfen und der klassischen Stahlerzeugung. Es wird immer noch zu sehr in Millionen Tonnen und zu wenig ans Ergebnis gedacht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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