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Erzeugerpreise für Dienstleistungen im 3. Quartal 2023: -4,2 % zum Vorjahresquartal Niedrige Nachfrage in der See- und Luftfracht führt zu insgesamt sinkenden Preisen

Archivmeldung vom 19.12.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
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Bild: Statistisches Bundesamt

Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland waren im 3. Quartal 2023 um 4,2 % niedriger als im 3. Quartal 2022. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sanken die Preise gegenüber dem 2. Quartal 2023 um 0,3 %. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei zurückzuführen. Sinkende Frachtraten für See- und Luftfracht sowie niedrigere Treibstoffkosten führten hier sowie bei den nachgelagerten Speditionen zu sinkenden Preisen. In allen anderen Dienstleistungsbereichen stiegen die Preise.

Verkehr und Lagerei: -16,3 % zum Vorjahresquartal

Wie schon in den Vorquartalen verzeichnete der Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei im 3. Quartal 2023 mit -16,3 % als einziger Abschnitt im Dienstleistungssektor einen Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal. Die weltweit sinkende Nachfrage nach Ladekapazitäten sowie niedrigere Treibstoffkosten führten zu einem Preisrückgang um 60,3 % in der See- und Küstenschifffahrt gegenüber dem 3. Quartal 2022. Nach den pandemiebedingten Lieferkettenproblemen und den daraus resultierenden extremen Ausschlägen lagen die Preise hier wieder auf Vor-Corona-Niveau. Analog dazu sanken auch in der Luftfahrt die Frachtraten, sodass die Preise um 13,3 % niedriger waren als im 3. Quartal 2022. Unmittelbar hiervon betroffen waren die See- und Luftfrachtspeditionen, wodurch die Preise bei Speditionen um 9,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgingen.

Im Straßengüterverkehr stiegen die Preise im 3. Quartal 2023 mit +3,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal nach den Rekordanstiegen zum Jahresende 2022 (+15,5 % im 4. Quartal 2022 gegenüber dem 4. Quartal 2021) nur noch moderat und blieben mit +0,2 % zum Vorquartal nahezu konstant.

Information und Kommunikation: +2,5 % zum Vorjahresquartal

Mit +2,5 % stiegen die Preise im Wirtschaftsabschnitt Information und Kommunikation im 3. Quartal 2023 moderat gegenüber dem Vorjahresquartal. Gegenüber dem Vorquartal schwächte sich der Anstieg mit +0,3 % zuletzt ab. Hauptverantwortlich für den Anstieg waren die Preise für Dienstleistungen in der Informationstechnologie, die gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,6 % stiegen.

Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: +4,3 % zum Vorjahresquartal

Im Wirtschaftsabschnitt freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen stiegen die Preise im 3. Quartal 2023 um 4,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Mit +4,8 % waren die Preise für Architektur- und Ingenieurdienstleistungen dafür maßgeblich verantwortlich. Mit einem leichten Anstieg um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal schwächte sich die Entwicklung infolge des Abschwungs in der Baubranche jedoch etwas ab. Gestiegene Allgemeinkosten sowie höhere Aufwendungen für Personal waren über alle Wirtschaftszweige in diesem Wirtschaftsabschnitt hinweg die maßgeblich preisbestimmenden Faktoren.

Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen: +8,1 % zum Vorjahresquartal

Gegenüber dem 3. Quartal 2022 stiegen die Preise im Wirtschaftsabschnitt Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen um 8,1 %. Neben den auch hier vorgenommenen Anpassungen an höhere Allgemeinkosten für die Unternehmen und teilweisen Tariflohnerhöhungen zu Jahresbeginn führte in einigen Branchen die Mindestlohn-Erhöhung am 1. Oktober 2022 zu einem starken Anstieg gegenüber dem 3. Quartal 2022 (Gebäudereinigung +9,7 %, Wach- und Sicherheitsdienste +8,5 %, Arbeitnehmerüberlassung +7,4 %).

Methodische Hinweise:

Der Index der Erzeugerpreise für Dienstleistungen wird mit dem Berichtszeitraum 1. Quartal 2024 auf das neue Basisjahr 2021 umgestellt. Die erste Veröffentlichung der Ergebnisse auf der neuen Basis wird im Juni 2024 erfolgen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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