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Studie: Mitarbeiter trauen ihren Chefs nur selten

Archivmeldung vom 11.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de
Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de

Weniger als ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland kann das Verhalten ihrer Unternehmensführung nachvollziehen. Reden und Handeln des Topmanagements stimmt in ihren Augen nicht überein. Schlimmer noch: Acht von zehn Mitarbeitern sprechen ihrer Firmenleitung die Glaubwürdigkeit ab - mit schweren Folgen für den Unternehmenserfolg. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Leadership im Topmanagement deutscher Unternehmen", für die Rochus Mummert Mitarbeiter und Führungskräfte großer und mittelständischer Firmen befragt hat.

"Dass so viele Arbeitnehmer ihre obersten Vorgesetzten als falsche Prediger sehen, ist alarmierend und hat fatale Folgen für die Unternehmen", sagt Dr. Hans Schlipat, Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. "Wenn Fachkräfte und leitende Angestellte die Aussagen ihrer Chefs nicht mehr ernst nehmen, dann verlieren Manager nicht nur den Respekt ihrer Mitarbeiter, sondern weitgehend auch die Möglichkeit, sie erfolgreich zu führen", ergänzt Studienleiter Dr. Peter Euringer.

Beunruhigend ist auch der Graben, der sich zwischen Topentscheidern und Belegschaft auftut. Während 63 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer davon überzeugt sind, dass ihre Worte und Taten voll in Einklang stehen, sehen dass nur 17 Prozent der Mitarbeiter in Fachabteilungen und 31 Prozent der leitenden Angestellten genauso. Ein übereinstimmender Befund ergibt sich bei der Frage nach der Vorbildfunktion. 63 Prozent der Chefs sind davon überzeugt, eine hohe moralische Integrität zu besitzen und dafür von der Belegschaft geschätzt zu werden. Nur 16 Prozent der Fachkräfte und 22 Prozent der leitenden Angestellten teilen diese Meinung.

Dabei würde sich mehr Verlässlichkeit und Transparenz lohnen, wie die Studie weiter zeigt. Denn Glaubwürdigkeit und Erfolg hängen voneinander ab. In Unternehmen mit weit überdurchschnittlichem Wachstum bewerten 71 Prozent der Befragten das Reden und Handeln ihrer Chefs als voll übereinstimmend. In Firmen mit durchschnittlichem Wachstum sind es hingegen nur 13 Prozent. Eine hohe Glaubwürdigkeit trägt auch zu mehr Arbeitsfreude bei: 62 Prozent der Befragten, die zufrieden oder sehr zufrieden an ihrem Arbeitsplatz sind, billigen ihren Chefs eine hohe moralische Integrität zu.

Glaubwürdigkeit ist einer der Erfolgsfaktoren im so genannten 8K-Modell, auf dem die Studie basiert. Das Modell nennt acht Kräfte, die Rochus Mummert als Erfolgsbestandteile globaler Unternehmensführung identifiziert hat: Vertrauen, Verantwortung, Kreativität, Werte, Glaubwürdigkeit, Konsequenz, Kommunikation und Mut. "Glaubwürdigkeit zählt zu den höchsten Gütern eines Topmanagers. Wer schon seine Mitarbeiter nicht überzeugt, der kann schwerlich bei Kunden und Geschäftspartnern punkten", sagt Studienleiter Peter Euringer.

Quelle: Rochus Mummert (ots)

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