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Verdi beharrt darauf: Schlecker plant massiven Stellenabbau

Archivmeldung vom 29.01.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.01.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Um den drohenden massiven Stellenabbau bei Schlecker ist ein offener Streit zwischen dem größten deutschen Drogerieunternehmen und der Gewerkschaft Verdi entbrannt.

Die für den Handel zuständige Sprecherin des Verdi-Bundesvorstandes in Berlin, Cornelia Haß, beharrte am Donnerstag auch nach einem Dementi von Schlecker auf der Darstellung, dass das Unternehmen rund 4.000 Filialen in Deutschland schließen wolle und damit potenziell rund 12.000 Arbeitsplätze extrem bedroht seien. "Uns ist durch unser dichtes Netzwerk bekannt, dass die Filialschließungen anstehen", sagte Haß im Gespräch mit der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Freitagausgabe).   Hintergrund ist laut Verdi ein hoher Wettbewerbsdruck und ein neues Konzept mit größeren Filialen. Jeder dritte Arbeitsplatz bei Schlecker in Deutschland wäre damit bedroht. Darüber hatte die NRZ in ihrer Donnerstagausgabe berichtet.   Schlecker erklärte in dem Dementi, die Behauptungen von Verdi seien "völlig aus der Luft gegriffen", die Zahlen seien "frei erfunden". Das schwäbische Unternehmen warf der Gewerkschaft zudem "ein verantwortungsloses Schüren von Ängsten bei den Beschäftigten" vor.   Verdi-Sprecherin Haß wies diesen Vorwurf als "skandalös" zurück. "Das ist eine Verhöhnung der Menschen, die bei Schlecker arbeiten, wenn man sagt, wir würden Ängste schüren. Das Unternehmen sorgt schon selbst genug dafür, dass die Leute Angst haben. Da wird mit den Ängsten der Menschen gespielt."    

"Wir haben bundesweit Fälle, in denen Beschäftigten eine Änderung ihrer Verträge aufgedrängt wird, um die Stundenlöhne zu drücken", sagte Haß weiter. Verdi wirft Schlecker unter anderem vor, mit den neuen, größeren Filialen "Tarifflucht" zu begehen. Beschäftigte würden aus den alten Kleinfilialen herausgedrängt und müssten sich in den sogenannten XL-Märkten neu bewerben - für weniger Lohn.

Quelle: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung

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