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Umfrage: Sparkonto büßt deutlich an Beliebtheit ein

Archivmeldung vom 28.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Das Sparkonto hat deutlich an Beliebtheit bei den Deutschen eingebüßt: Bevorzugten vor einem Jahr noch 31 Prozent der Anleger dieses Finanzprodukt, sind es aktuell noch 22 Prozent, berichtet die "Welt" unter Berufung auf eine bislang unveröffentlichte GfK-Umfrage im Auftrag des Bankenverbands.

Das Sparkonto liege in der Gunst der Deutschen demnach mittlerweile gleichauf mit dem Tagesgeldkonto und nur noch zwei Prozentpunkte vor Investmentfonds. Auch das Festgeldkonto habe deutlich an Zuspruch verloren. Die Niedrigzinsphase wirkt sich auch auf die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrer Geldanlage aus. 47 Prozent der Deutschen sind dem Bericht zufolge mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlage 2016 zufrieden. Im Vorjahr waren es mit 53 Prozent noch mehr als die Hälfte.

"Die Sparer und Anleger zeigen sich angesichts der Minizinsen zunehmend entmutigt und geben ihr Geld vermehrt aus, anstatt es anzulegen", sagte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, der Zeitung. Der Anteil derjenigen, die überhaupt Geld anlegen, sei bereits zum dritten Mal infolge zurückgegangen: Waren es vor zwei Jahren noch 57 Prozent, sind es mittlerweile noch 45 Prozent. Der Zinsfrust führe allerdings nicht dazu, dass die Deutschen risikoreichere Anlageformen bevorzugten und sich deshalb auf Aktien stürzen. Das Sicherheitsdenken bleibe auf unverändert hohem Niveau.

Laut Umfrage können sich 89 Prozent der Befragten "gar nicht" oder "eher nicht" vorstellen, dass sie bei künftigen Geldanlagen ein höheres Risiko eingehen, um gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Der Wert schwankt seit Jahren um die 90-Prozent-Marke.

Befragt wurden Anfang Dezember 1.046 Menschen ab 18 Jahren.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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