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Für Pflegeheimbewohner wird es immer teurer

Archivmeldung vom 16.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Pflegebedürftige müssen für einen Heimplatz immer mehr aus der eigenen Tasche dazu zahlen. Innerhalb eines Jahres stieg die Eigenbeteiligung im Bundesdurchschnitt um fast 70 auf 1.813 Euro. Der Anstieg beträgt damit knapp vier Prozent – mehr als doppelt so viel wie der Zuwachs bei den Verbraucherpreisen. Das ergab eine aktuelle Auswertung der "Pflegedatenbank" des Verbandes der privaten Krankenversicherung für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagausgaben).

Die Datenbank enthält die Informationen von rund 11.000 der etwa 13.000 Pflegeheime in Deutschland. Am stärksten stiegen die Eigenbeteiligungen binnen Jahresfrist in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Hier kletterten die Beträge, die die Pflegebedürftigen selbst aufbringen müssen, um etwa zehn Prozent. Am tiefsten in die eigene Tasche greifen müssen derzeit die Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen. Dort liegt der Eigenanteil zum 1. Oktober bei 2.308 Euro. Es folgen das Saarland mit 2.178 Euro sowie Baden-Württemberg mit 2.116 Euro.

Im Mittelfeld liegen unter anderem Berlin (1.856 Euro) und Hessen (1.783 Euro). Am billigsten sind Heimplätze in Sachsen, wo 1.223 Euro fällig werden. Damit sind die Kosten hier in etwa nur halb so hoch wie in Nordrhein-Westfalen. Trotz der hohen Steigerungsrate ist auch in Sachsen-Anhalt die Eigenbeteiligung mit aktuell 1.260 Euro noch immer deutlich niedriger als der Durchschnitt. Der Eigenanteil ergibt sich aus der Zuzahlung für die Pflege und aus den Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung, die nur eine "Teilkaskoversicherung" ist, sind dabei schon abgezogen. Für das Wachstum des Eigenanteils werden insbesondere steigenden Löhne in der Pflegebranche verantwortlich gemacht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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