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Betrug an Bankautomaten hat deutlich zugenommen

Archivmeldung vom 10.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Zahl der Betrugsfälle an Geldautomaten ist in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag mitteilte, wurden 2010 insgesamt 3.183 Angriffe auf Bankautomaten registriert. Dies entspricht einer Steigerung von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei waren 1.765 verschiedene Geldautomaten das Ziel von Manipulationen, auch hier ist eine Steigerung im Vergleich zu 2009 zu verzeichnen, und zwar um 83 Prozent.

Insbesondere Geldautomaten in stark frequentierten Bereichen wie Fußgängerzonen oder Bahnhöfen wurden mehrfach manipuliert. Pro Skimming-Attacke auf einen Geldautomaten sind durchschnittlich rund 60 Kunden betroffen. Demzufolge wurden im Jahr 2010 schätzungsweise 190.000 Kartenkunden Opfer von Skimming-Delikten. Nach Schätzungen lag der daraus resultierende Schaden allein bei den Debitkarten bei rund 60 Millionen Euro und damit 20 Millionen höher als im Vorjahr. Der Abgriff von Magnetstreifendaten an Türöffnern von Bankfoyers, der in 2009 noch in 13 Prozent der Fälle erfolgte, hat 2010 beinahe vollständig an Bedeutung verloren und wurde nur noch in zwei Prozent der Fälle von den Tätern praktiziert. Häufig installierten die Täter Mini-Kameras direkt oberhalb der PIN-Tastatur der Geldautomaten oder sie befestigten die Kameras oder Fotohandys an oder in der Raumdecke - zum Beispiel versteckt in Rauchmelderattrappen. Alternativ setzten sie Tastaturattrappen ein, die identisch aussehen und über die Originaltastatur gelegt werden. So wird die vom Kunden eingegebene PIN gespeichert, während gleichzeitig die Originaltastatur und damit der Geldautomat störungsfrei genutzt werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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