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Pro Bahn ruft Lokführer zum Streikbruch auf

Archivmeldung vom 20.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Triebfahrzeugführer am Fahrpult eines ICE 1
Triebfahrzeugführer am Fahrpult eines ICE 1

Foto: Norbert Hüttisch
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Fahrgastverband Pro Bahn ruft die Lokführer der GDL zum Streikbruch auf. "Es wäre besser, wenn die Lokführer der GDL-Führung die Gefolgschaft verweigern", sagte Pro-Bahn-Sprecher Gerd Aschoff dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Sie sollten sich ganz genau überlegen, ob sie noch länger an dem Ast sägen wollen, auf dem sie selber sitzen."

Laut Aschoff trifft der Streik langfristig diejenigen Bahnmitarbeiter, die nur dann einen sicheren Arbeitsplatz haben, wenn die Deutsche Bahn weiter genügend Aufträge bekommt. "Im Güterverkehr besteht die große Gefahr der Abwanderung zu privaten Bahngesellschaften und auf die Straße. In jedem Fall benötigt dann die Deutsche Bahn weniger Lokführer. Im Personenverkehr könnten mehr Ausschreibungen der Länder gegen die Deutsche Bahn in Richtung private Bahngesellschaften laufen." Auch dann benötige die Deutsche Bahn weniger Lokführer. Dasselbe sei der Fall, "wenn Fahrgäste aus Verärgerung über die Streiks reihenweise ihre Monatskarten zurückgeben."

Der GDL-Streik sei "nicht zu rechtfertigen", so der Sprecher des Fahrgastverbands.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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