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Studie: Viele Aufsichtsräte sitzen lange auf ihren Posten

Archivmeldung vom 30.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Bernd Kasper / pixelio.de
Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Viele Aufsichtsräte halten lange an ihrem Posten fest. Laut einer Untersuchung der Universität Göttingen ist ein knappes Viertel der Konzernkontrolleure länger als acht Jahre im Amt, 13 Prozent sogar mehr als zwölf Jahre, schreibt das "Handelsblatt".

Dazu zählte auch der frühere Aufsichtsratschef des Zahlungsdienstleisters Wirecard, der zwölf Jahre an der Spitze des Kontrollgremiums stand, offenbar ohne die Schieflage des Unternehmens zu bemerken. Wirecard meldete im Sommer als erster DAX-Konzern Insolvenz an. Auch prominente Aufseher wie Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner überschreiten teilweise kritische Grenzen. Achleitner überwacht seit 18 Jahren den Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer. Daimler-Chefkontrolleur Manfred Bischoff ist seit 14 Jahren Mitglied des Aufsichtsrates.

Der Stuttgarter Automobilkonzern zählt sogar vier Räte, die zwölf Jahre und länger kontrollieren. Einer der Spitzenreiter ist Manfred Nüssel beim SDax-Unternehmen Baywa, der 37 Jahre im Amt und noch für weitere Jahre gewählt ist. Investoren wie die Fondsgesellschaft DWS Group halten maximal zehn Jahre für angemessen, um die Unabhängigkeit der Unternehmenskontrolleure zu garantieren. Aufsichtsrätin Simone Menne (BMW, Post, Henkel) sagte dem "Handelsblatt", "nach zehn Jahren ist ein Aufsichtsrat zum Teil des Systems geworden, weil er selbst viele Entscheidungen mit getroffen oder getragen hat".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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