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Zeitung: Machtkampf über Abgang von Deutsche-Bank-Chef Ackermann

Archivmeldung vom 18.11.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.11.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Josef Ackermann Bild: Deutsche Bank AG
Dr. Josef Ackermann Bild: Deutsche Bank AG

Im obersten Führungszirkel der Deutschen Bank gibt es einem Medienbericht zufolge Kritik am Zeitplan für den geplanten Wechsel an der Spitze des größten deutschen Geldhauses. Wie das "Handelsblatt" meldet, stoße die Absicht von Konzernchef Josef Ackermann, mit der Hauptversammlung am 31. Mai 2012 den Weg freizumachen für die Doppelspitze aus Deutschlandchef Jürgen Fitschen und dem Investmentbanker Anshu Jain, im Top-Management auf Unverständnis. Mindestens zwei Vorstandsmitglieder des siebenköpfigen Gremiums sprechen sich nach Informationen der Zeitung dafür aus, dass Ackermann den Chefsessel früher räumt.

Ein guter Zeitpunkt für einen Neuanfang könnte die Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 am 2. Februar kommenden Jahres sein. "Eine Stabsübergabe nach der Bilanz-Pressekonferenz wäre das Richtige", sagte ein Top-Banker laut der Zeitung. Zwar wäre der Jahreswechsel besser, das könne man aber Ackermann nicht zumuten, weil dann der Gesichtsverlust zu groß sei. Sein Ansehen dürfe nicht beschädigt werden, heißt es in der Bank.

Begründet wird der Vorstoß mit einer notwendigen Strategiediskussion über den zukünftigen Kurs der Bank Ein Sprecher der Bank verwies gestern auf den zuletzt am 14. November genannten Zeitplan. Ackermann werde danach "im Mai 2012 aus dem Vorstand ausscheiden", der Übergabeprozess werde Anfang 2012 eingeleitet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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