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Zeitung: Fusion von EADS mit britischer BAE Systems gefährdet

Archivmeldung vom 24.09.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.09.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist Europas größter Luft- und Raumfahrt-, sowie zweitgrößter Rüstungskonzern. Bild:  wikipedia.org
Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist Europas größter Luft- und Raumfahrt-, sowie zweitgrößter Rüstungskonzern. Bild: wikipedia.org

Der Zusammenschluss des deutsch-französischen Flugzeug- und Rüstungskonzerns EADS mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems steht möglicherweise vor entscheidenden Hindernissen. Wie das "Handelsblatt" (Montagausgabe) aus dem französischen Präsidialamt erfuhr, will Frankreich auf keinen Fall auf den eigenen Staatsanteil verzichten.

In der Bundesregierung besteht aber die Tendenz, ebenfalls Aktien zu kaufen, falls Frankreich seine Anteile hält. In diesem Fall käme der Zusammenschluss nach Ansicht von EADS wohl nicht zustande, weil die Briten keinen Konzern mit deutsch-französischer Staatsbeteiligung wollten. Paris ist für die Fusion grundsätzlich aufgeschlossen. Man sei bereit, eine Verringerung der Beteiligung von 15 auf neun Prozent durch die Fusion hinzunehmen, sagte ein hoher Regierungsvertreter dem "Handelsblatt".

EADS-Chef Tom Enders sähe es am liebsten, wenn alle Staaten ihre Anteile aufgäben und stattdessen "Goldene Aktien" erhielten. Die sollen ein Veto gegen feindliche Übernahmen ermöglichen. Das ist mit der französischen Regierung nicht zu machen: Aufgeben werde man den Anteil nicht, heißt es im Präsidialamt.

In der Bundesregierung gilt es aber als "unwahrscheinlich", dass sie einer Lösung zustimmen werde, in der zwar alle Regierungen eine "Goldene Aktie" hätten, die französische Seite aber zusätzlich noch ein Aktienpaket von neun Prozent. Dem Unternehmen sei immer wieder signalisiert worden, dass auch die Bundeskanzlerin großen Wert auf die "Balance" innerhalb der neuen Unternehmensstruktur lege.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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