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In Hamburg steigen die Mieten nach zwei stabilen Jahren wieder

Archivmeldung vom 20.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: GG-Berlin / pixelio.de
Bild: GG-Berlin / pixelio.de

Nach kurzer Verschnaufpause ziehen die Mieten in Hamburg wieder deutlich an: Seit dem vergangenen Frühjahr stiegen sie um 7 Prozent und liegen im 1. Quartal 2015 bei einem mittleren Angebotspreis von 11,20 Euro pro Quadratmeter. Das ergibt der 5-Jahresvergleich der angebotenen Mietobjekte von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale. Zwischen 2012 und 2014 waren die Preise gar nicht beziehungsweise nur um 3 Prozent gestiegen.

Über den gesamten untersuchten Zeitraum müssen die Hamburger derzeit im Median 26 Prozent mehr zahlen als 2010. Um den Aufwärtstrend zu stoppen, wurden in der Hansestadt im vergangenen Jahr über 8.100 Wohnungen neu gebaut. Der steigende Anteil sanierter und neuer Wohnungen wirkt sich allerdings auf das Mietniveau aus, Preise unter 9 Euro pro Quadratmeter sind zur Seltenheit geworden. Der Großteil der angebotenen Wohnungen in der Elbmetropole kostet im 1. Quartal 2015 zwischen 8,90 Euro und 14,30 Euro pro Quadratmeter. Vor fünf Jahren lag diese zwei Drittel-Spanne noch zwischen 7,30 Euro und 11,80 Euro.

Trotzdem sind die Mieten im hohen Norden günstig im Vergleich zu München. Dort müssen mit 15 Euro pro Quadratmeter 33 Prozent mehr bezahlt werden.

Hohe Kaufkraft, noch höhere Mieten

Die Menschen in Hamburg haben mit 23.664 Euro eine um 10 Prozent höhere Kaufkraft als im Rest der Republik. Sie stieg in der norddeutschen Metropole in den vergangenen 5 Jahren um fast 10 Prozent. Das klingt zwar viel, die Mieten verteuerten sich im selben Zeitraum allerdings um mehr als das Doppelte (26 Prozent), so dass die Hamburger einen höheren Anteil ihres verfügbaren Einkommens für die Miete investieren müssen.

Mietpreisbremse soll Trend stoppen

Um diesem Aufwärtstrend vor allem in boomenden Großstädten mit niedriger Leerstandquote wie Hamburg Einhalt zu gebieten, hat die Bundesregierung kürzlich die Mietpreisbremse beschlossen. Ab 1. Juni können die Bundesländer das Gesetz einführen. Die Senatsverwaltung der Hansestadt hat bereits ihren Willen dazu bekundet und will die Mietpreisbremse zeitnah umsetzen. Derzeit werden die Details allerdings noch besprochen. Denn trotz steigender Mieten wird die Bewerberstadt für die olympischen Sommerspiele 2024 attraktiv bleiben: Für das Jahr 2030 prognostizieren die Experten ein Wachstum der Bevölkerung auf 1,85 Millionen Menschen - ein Plus von 6 Prozent.

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in Hamburg waren 12.150 auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Preise geben jeweils den Median der im 1. Quartal 2010 bis 2015 angebotenen Wohnungen wider. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Mietpreise sind Nettokaltmieten bei Neuvermietung.

Quelle: Immowelt AG (ots)

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