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Private-Equity-Branche erwartet weiteres Rekordjahr

Archivmeldung vom 31.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Geldberg, Euro
Geldberg, Euro

Bild: Eigenes Werk / OTT

Die Private-Equity-Branche rechnet in Deutschland mit einem Jahr auf dem Rekordniveau der beiden zurückliegenden Jahre. "Wir erwarten, dass das Gesamtinvestitionsvolumen wieder auf dem Niveau der beiden Vorjahre 2017 und 2018 liegen wird", sagte Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Treiber des Geschäfts seien große Transaktionen wie jene, in denen Beteiligungsgesellschaften Sparten von Evonik und Bosch übernahmen und ein großes Anteilspaket am Medienkonzern Axel Springer erwarben, berichtet die Zeitung weiter. Im Rekordjahr 2017 hatten Beteiligungsgesellschaften in deutsche Unternehmen laut BVK-Berechnungen 11,54 Milliarden Euro investiert, im Jahr 2018 nur eine Spur weniger, nämlich 11,46 Milliarden Euro. Bis dato hatten die Rekordwerte aus der Zeit zum Ende der Private-Equity-Hausse im vorigen Jahrzehnt gestammt, mit jeweils um die zehn Milliarden Euro.

Die Prognose des BVK möge zunächst überraschen, denn das Übernahmegeschäft einschließlich Private Equity gelte gegenwärtig als eher träge, berichtet die Zeitung. So habe der deutsche Private-Equity-Markt nach Berechnung der Unternehmensberatung EY ein verhaltenes erstes Halbjahr hingelegt: Demnach sei der kumulierte Wert von Private-Equity-Transaktionen in Deutschland in den ersten sechs Monaten auf 7,3 Milliarden Euro gesunken, gegenüber 11 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Anders die Halbjahresbilanz des BVK: Nach seiner Kalkulation, über welche die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, sei das investierte Private-Equity-Volumen in Deutschland so hoch gewesen wie seit mindestens fünf Jahren nicht.

Das Volumen habe sich auf 6,6 Milliarden Euro addiert, gegenüber knapp 5,9 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2018, heißt es in der BVK-Kalkulation weiter. Hier zeige sich, dass Statistiken im Übernahmegeschäft stark von den Rahmenkriterien abhängen. Zum Beispiel stützten sich die meisten Berechnungen auf die Transaktionen, die im betrachteten Zeitraum angekündigt wurden. Der BVK lege die formal abgeschlossenen Verkäufe zugrunde. Außerdem berücksichtige er nur das eingesetzte Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft, - während viele andere Statistiken den Transaktions- oder Unternehmenswert als Maßstab wählen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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