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Deutsche Autobauer streiten über Funkstandard

Archivmeldung vom 23.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Funkmast: Eine mittelalterliche Technik krassiert: Antennenmasten für G1, 2, 3, 4 und 5 anstatt kostengünstiger und zuverläßiger Satelitenübertragung
Funkmast: Eine mittelalterliche Technik krassiert: Antennenmasten für G1, 2, 3, 4 und 5 anstatt kostengünstiger und zuverläßiger Satelitenübertragung

Bild: pixelio.de, TomMueck

Automanager schwärmen gern von den Vorzügen des vernetzten Fahrens: Dabei sollen sich die Fahrzeuge etwa gegenseitig vor Glätte oder Hindernissen warnen – und sogar mit Ampeln und Verkehrschildern kommunizieren. Doch die Industrie ist uneins, wie die Daten hin und her gesendet werden sollen: per WLAN oder Mobilfunk.

In Kürze will die EU-Kommission dazu Vorgaben machen. Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, setzen Unternehmen wie BMW, Daimler und Deutsche Telekom auf eine Lösung auf Mobilfunkbasis, die aktuell mit LTE und bald mit dem Nachfolger 5G funktionieren soll. Der von der EU favorisierte Standard hingegen basiert auf einem WLAN-Verfahren.

"Diese Technologiefestlegung verlangsamt den Aufbau des zukünftigen 5G-Netzes", heißt es in einem BMW-Papier. Die Gegenposition wird von VW angeführt, wo man wie auch bei Toyota und GM auf die WLAN-Lösung setzt. In Wolfsburg heißt es, dieser Standard sei sofort einsetzbar, zudem hätten bis 2017 praktisch alle Premiummarken ihn unterstützt: "Wir sehen es mit Bedauern, dass nicht mehr alle Hersteller an den gemeinsam getroffenen Vereinbarungen festhalten." Die Bayern hingegen halten den Mobilfunk für vielseitiger und zukunftssicherer: "Wenn Europa sein Ziel ernst meint, ein Leitmarkt für vernetzte und automatisierte Fahrzeuge werden zu wollen, muss es die 5G-Technologie schnell umsetzen", sagte BMW-Vorstand Klaus Fröhlich dem "Spiegel".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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