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Zahl der Neuzulassungen von SUVs um 112 Prozent gestiegen

Archivmeldung vom 22.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
VW Tiguan, ein Kompakt-SUV, wie sie in Europa hauptsächlich verkauft werden. Bild: Lothar Spurzem / wikipedia.org
VW Tiguan, ein Kompakt-SUV, wie sie in Europa hauptsächlich verkauft werden. Bild: Lothar Spurzem / wikipedia.org

Trotz ihres höheren Spritverbrauchs bleiben die höhergelegten, breiteren und schwereren SUVs und Geländewagen Renner. Die Anzahl der Neuzulassungen der Sport Utility Vehicle (SUV) in Deutschland ist 2017 gegenüber 2013 um 112 Prozent in die Höhe geschnellt. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt.

Bei den übrigen Geländewagen betrug das Wachstum bei Neuzulassungen demnach 37 Prozent. Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 17 Prozent. SUVs geben der Antwort zufolge im Schnitt 133 Gramm CO2 pro Kilometer ab, bei den Geländewagen sind es sogar 159,2 Gramm. Der Durchschnittsneuwagen kommt dagegen in Deutschland derzeit auf 127,9 Gramm. Die Zahl der Unfälle mit SUVs und Geländewagen habe sich seit 2011 mehr als verdoppelt, während sie in allen anderen Segmenten gesunken sei, so die Antwort. Trotz dieser Nachteile erfreuen sich SUVs und Geländewagen einer ungebremsten Beliebtheit, wie die Zahlen zeigen. Ihr Anteil an allen Neuzulassungen lag demnach 2017 bereits bei knapp 24 Prozent, während er 2013 erst 15,7 Prozent betrug. "Die Bundesregierung muss endlich Anreize für kompakte und sparsamere Autos setzen", forderte Grünen-Verkehrssprecher Stephan Kühn. "Wir brauchen eine Kfz-Steuer, die Spritsparer fördert", forderte er. "Bei der Dienstwagenbesteuerung muss eine CO2-Komponente eingefügt werden, damit auch bei den Dienstwagen auf emissionsärmere Autos gesetzt wird."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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