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Rente mit 63 hat erste Auswirkungen auf Arbeitsmarkt

Archivmeldung vom 22.12.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.12.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Uwe Wagschal / pixelio.de
Bild: Uwe Wagschal / pixelio.de

Die zum 1. Juli eingeführte Rente mit 63 hat offenbar erste Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", noch mache sich der frühere Rentenbeginn "nicht groß bemerkbar", es gebe insgesamt eine steigende Zahl älterer Arbeitnehmer: "In der Altersgruppe ab 63 sehen wir jetzt allerdings erstmals eine kleinen Rückgang."

Weise sagte, mit der Rente mit 63 habe die Politik Anreize gesetzt, früher das Berufsleben zu beenden. "Folgerichtig wären auch Anreize, freiwillig später aus dem Job auszusteigen. Das würde sich für den Arbeitsmarkt lohnen." Weise regte an: "Die Frage ist, ob man nach dem Renteneintrittsalter immer noch Sozialversicherungsbeiträge zahlt, von denen man nichts mehr hat." Solche Anreize könnten längeres Arbeiten möglich machen. Dies zu vereinbaren sei aber letztlich Sache der Tarifpartner.

Weise kritisierte zudem die mangelnde Bereitschaft der Unternehmen, ältere Arbeitnehmer einzustellen. Die BA werbe mit Kampagnen dafür, aber das Bewusstsein in den Unternehmen wandele sich noch zu wenig. "Viele reagieren erst, wenn die Not der unbesetzten Stellen zu groß wird", so Weise.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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