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Zukunftsmodell Ausbildung: Aufgrund interessanter Aufgaben und mehr Geld lohnt sich Ausbildung wieder

Archivmeldung vom 06.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/embrace/Info Grafik"
Bild: "obs/embrace/Info Grafik"

In Zeiten des Fachkräftemangels ringen viele Betriebe um Auszubildende. Doch weshalb entscheiden sich Azubis überhaupt für eine bestimmte Ausbildung? Der azubi.report 2016 zeigt: Am wichtigsten ist ihnen, dass die Aufgaben bei der Arbeit sie erfüllen (72,3%) und dass der Beruf ihren Interessen entspricht (64,1%). Außerdem legt fast jeder Azubi großen Wert auf eine gute Arbeitsatmosphäre und ein gutes Miteinander unter den Kollegen (87,3%).

Und offensichtlich werden diese weichen Anforderungen von den meisten Ausbildungsbetrieben auch erfüllt: Etwa 90% der Befragten sind mit ihrem Ausbildungsplatz rundum zufrieden. Zudem erhalten die Azubis durchschnittlich mehr Gehalt: Mit 665 Euro im Monat verdienen sie im Vergleich zum Jahr 2014 im Schnitt zwölf Prozent mehr. In erster Linie profitieren davon Auszubildende aus den Bereichen Gastronomie und Tourismus sowie IT, in denen die Gehälter um 30% angestiegen sind.

Trotz der Gehaltserhöhung geben noch immer 62% der Befragten an, auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen zu sein, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Zudem schwanken die Azubigehälter je nach Branche und Abschluss stark. So verdienen IT-Azubis fast doppelt so viel wie die Auszubildenden einiger Handwerksbranchen.

Unzufrieden zeigt sich jeder dritte Auszubildende darüber, dass die Stellenausschreibungen oft zu intransparent sind und die tatsächlichen Inhalte in der Ausbildung davon dann teils stark abweichen. Neben einem unstrukturierten Arbeitsalltag (80,2%) und zu hohem Druck am Arbeitsplatz (43,5%) beklagen sich die Azubis auch über den mangelnden Praxisbezug in der Berufsschule (69,1%) und die fehlende Vorbereitung auf die Berufswelt in der Schule (41%).

Durchgeführt wurde die Studie von Ausbildung.de, einer Karriereplattform der Medienfabrik embrace. Mit weiteren Plattformen zur beruflichen Orientierung und Vermittlung ist embrace Marktführer im Schüler- und Studierendenmarketing und kennt die Zielgruppe sehr genau.

Daniel Schütt, Gründer von Ausbildung.de und weiteren Berufsportalen, fasst zusammen: "Wir haben jetzt eine Generation von Azubis, die ihren Beruf nach Interesse auswählt und der Punkte wie Work-Life-Balance und ein gutes Verhältnis zu den Kollegen wichtiger ist als Geld. In der Kommunikation von diesen weichen Faktoren gibt es bei vielen Betrieben noch großes Potenzial, vor allem im Onlinebereich. Schüler sind es gewohnt, im Internet alle Informationen zu erhalten. Sie wollen persönlich in ihrer Lebenswelt abgeholt werden. Arbeitgeber müssen zielgruppengerecht kommunizieren, um die richtigen Azubis zu finden."

HR-Experte und Medienfabrik-Geschäftsführer Gero Hesse ergänzt: "41.000 Lehrstellen bleiben unbesetzt. Im aktuellen Akademisierungstrend ist ein Studium für viele Schüler attraktiver. Das stellt die Wirtschaft vor große Herausforderungen: Die Betriebe müssen potenzielle Schüler in ihrer Lebenswelt abholen und deutlich zeigen, was ihnen gute Azubis wert sind, denn eine gute Ausbildung bietet langfristige Perspektiven."

Quelle: embrace (ots)

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